Tissaer Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt 2010: „Tissa hat den Kleinsten“

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Fünfzig Liter Glühwein, einen zwanzig Liter Kessel Gulaschsuppe und Bratwürste mit Rostbrätel, ein Mann Verkaufspersonal und das alles in einer Glühweinbude, in diesem Fall das Brunnenhaus in Tissa. So sah er aus, der „Kleinste Weihnachtsmarkt Deutschland`s„ am 18.12.2010.
Da es auch in diesem Jahr einer der bisher kältesten Tage des Jahres war, wurde wieder in edler Sandlerweise mit Feuerkörben in Form alter Waschmaschinentrommeln mit angeschraubten Füßen geheizt. Geht aber nur mit Frontladern während sich die Toplader gut zur Gemüsefrischhaltung im Garten eingegraben eignen.

Im Verhältnis zum Weihnachtsmarkt ist der Weihnachtsbaum, eine gewachsene Fichte mit einer Höhe von 15 Meter riesig. Brunnenhaus und Fichte mit Weinachtsbeleuchtung, und dazu noch schneebedeckt, das ist ein Wintermärchen.
Dora hat wieder einen Ihrer beliebten Zwiebelkuchen gebacken, und Steffi
lieferte gebrannte Mandeln. Also keine Völlerei, sondern zurück zu den Wurzeln.

Auch dieses Jahr wurde wieder nichts unversucht gelassen die hundert Gäste zum gemeinsamen Weihnachtsliedersingen zu animieren. Textbücher und Karaokemusik verleiteten zumindest einen Teil der Gäste zum Mitsingen. Die Mädels sind hier stimmgewaltiger, in diesem Fall zieren sich eher die Herren. Dabei waren die beim Glühweinumsatz aber wieder Spitze. Lecker Glühwein in zwei Geschmacksrichtungen, pur und mit Amaretto, lassen die Kälte vergessen. Bier gibts heute nur mit Attest.

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Weihnachtsmänner wurden allerdings keine gesichtet. Einmal fehlten die Parkmöglichkeiten für Pferdeschlitten, da der Dorfplatz bereits mit Schneebergen zugebaut war und zum anderen hatten sich die meisten Tissaer Schneeschieber gewünscht, und die gab`s nicht mal
beim Weihnachtsmann.

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Aber länger als fünf Stunden halten dann doch nur wenige durch, denn irgendwann schlackern die Wadeln und das nicht nur vom langen Stehen an der Holzfeuertrommel. Die Erinnerung an einen schönen Abend ist am nächsten Tag nicht nur ein dicker Glühweinschädel, sondern auch der Geruch von frischer Räucherware im ganzen Haus der sich nur schwer aus den Klamotten verzieht. Aber im nächsten Jahr gehn wir natürlich wieder hin.

Reiner Hartung
Bürgermeister

Fotos: Andreas Stausberg