{"id":510,"date":"2020-02-14T09:45:13","date_gmt":"2020-02-14T09:45:13","guid":{"rendered":"http:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/?page_id=510"},"modified":"2020-02-14T09:45:13","modified_gmt":"2020-02-14T09:45:13","slug":"ortsgeschichte-tautendorf","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/?page_id=510","title":{"rendered":"Ortsgeschichte Tautendorf"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Tautendorf &#8211; Ausspanne,Wasserscheide und Landratsschanze <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach\n Tautendorf gelangt man von Eineborn aus, wo ein Abzweig in Richtung \nTautendorfer Br\u00fccke unter der A9 hindurch ins Dorf f\u00fchrt. Ein anderer \nWeg f\u00fchrt von der Landstra\u00dfe Hermsdorf in Richtung Gro\u00dfebersdorf am \nAbzweig Neue Schenke in die \u00f6stlichste T\u00e4lergemeinde.<br><br>Die \nGemeinde Tautendorf befindet sich nicht nur gleichzeitig an der \nOstgrenze unserer Verwaltungsgemeinschaft und an der Kreisgrenze zum \nLandkreis Greiz, sondern auch noch an der Wasserscheide zwischen Saale \nund Wei\u00dfer Elster. W\u00e4hrend das Regenwasser und die B\u00e4che \u00f6stlich der \nNeuen Schenke an der ehemaligen Regensburger Stra\u00dfe in Richtung Wei\u00dfe \nElster flie\u00dfen, bewegt sich das Wasser westlich davon in Richtung \nSaale.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Tautendorf, welches seinen Namen von seinem deutschen Gr\u00fcnder TUTO f\u00fchrt, war eines der rodaschen Klosterd\u00f6rfer.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Am\n 10. Juni 1283 bezeugten Hartmann und Hermann von \nLobdeburg-Leuchtenburg, dass ihr Vater Hartmann die Hals- und andere \nGerichte in den D\u00f6rfern Tautendorf, Rothenbach, Winthausen u.s.w. dem \nKloster zu Roda geeignet habe,\u2026.<\/em>Somit wird Tautendorf im Jahre 2008 den 725-sten Jahrestag seiner urkundlichen Ersterw\u00e4hnung begehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In\n den Zeiten, als der Handel noch mit Pferdegespannen von N\u00fcrnberg nach \nLeipzig \u00fcber die alte Handfelsstra\u00dfe (Regensburger Stra\u00dfe) abgewickelt \nwurde, war die Neue Schenke in Tautendorf eine wichtige Ausspanne, da \nsie \u00fcber einen gro\u00dfen Gasthof und St\u00e4lle verf\u00fcgte, die den \nHandelsreisenden samt Gespannen Unterkunft boten.<br><br>Damals war das \nsicherlich die Stelle, an der die T\u00e4lerd\u00f6rfer mit der gro\u00dfen weiten Welt\n verbunden waren, denn der Bau der Stra\u00dfe entlang der Roda wurde erst \n1863 begonnen.<br><br>Zu den Kuriosit\u00e4ten um Tautendorf geh\u00f6rt in jedem \nFall die \u201eLandratsschanze\u201c. Diese wurde eher unabsichtlich errichtet, \nals beim Neubau der Ortsverbindungsstra\u00dfe von Tautendorf in Richtung \nLindenkreuz-M\u00fcnchenbernsdorf der \u00dcbergang beider Stra\u00dfenbel\u00e4ge nicht \nganz gelang und eine kleine Erhebung bis heute an das Passieren der \nKreisgrenze erinnert. Der Landrat a.D. des Saale-Holzland-Kreises, \nJ\u00fcrgen Mascher, wird als \u201eAlt-M\u00fcnchenbernsdorfer\u201c von seinen damaligen \nMitb\u00fcrgern mit ihr in Verbindung gebracht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach\n der Wende kam Tautendorf als ein Brunnendorf mit Ortswasserversorgung \nschnell in den Genuss von F\u00f6rdermitteln zur Erneuerung der \nTrinkwasserversorgung. So begann 1992 der Bau einer Druckleitung von \nEineborn her. Ende 1993 war dann auch das Ortsnetz der \nTrinkwasserversorgung Tautendorf fertig gestellt. Gleichzeitig wurde \neine Abwasserleitung verlegt, um in der Zukunft einmal die Abw\u00e4sser in \neine zentrale Kl\u00e4ranlage einzuleiten. Die damaligen Planungen sahen noch\n eine zentrale Kl\u00e4ranlage f\u00fcr die T\u00e4lerd\u00f6rfer vor. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach\n dem Abschluss des Wasserleitungsbaus glich die Dorfstra\u00dfe wegen der \nvielen Tiefbauarbeiten mehr einem unbefahrbaren Feldweg, worauf sich die\n Gemeinde entschloss, eine neue Dorfstra\u00dfe zu errichten.<br>Die \nPlanungen gingen von einem Kostenumfang von 1,1 Mio. DM aus, wobei die \nGemeinde F\u00f6rdermittel erhielt, aber noch einen Eigenanteil von 250.000 \nDM \u00fcber einen Kredit finanzieren musste. Im Oktober 1994 wurde die neue \nOrtsdurchgangsstra\u00dfe eingeweiht und die restlichen Ortsstra\u00dfen und Wege \nin der Gemeinde wurden im Rahmen der Dorferneuerung von 1994 bis 1999 \ngebaut oder erneuert. Somit waren dann alle Grundst\u00fcckszufahrten und \nWegeanschl\u00fcsse in der Gemeinde erneuert. Auch viele private Bauma\u00dfnahmen\n konnten mit F\u00f6rdermitteln unterst\u00fctzt werden, welche besonders f\u00fcr die \nDachsanierung genutzt wurden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die\n Gemeinde konnte als gr\u00f6\u00dfere Vorhaben den Wegebau des Kirchberges und \ndie Anbindung von Friedhof und Leichenhalle abschlie\u00dfen. Des Weiteren \nwurden die Stufen des Aufgangs zur Kirche saniert. Die Sanierung der \nKirche wird von der Gemeinde Tautendorf ebenfalls unterst\u00fctzt. Nachdem \nder Innenraum 2004 neu hergerichtet werden konnte, finanzierte die \nGemeinde Tautendorf neue Fenster und stellt auch in diesem Jahr \nfinanzielle Mittel f\u00fcr eine neue Eingangst\u00fcr bereit, damit der neue \nAu\u00dfenputz bald folgen kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Zum\n Volkstrauertag 2002 weihten die Tautendorfer ihr Weltkriegsdenkmal neu \nein, welches vorher saniert und durch 2 Tafeln f\u00fcr die Gefallenen des \nII. Weltkrieges erg\u00e4nzt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr\n die feierliche Umrahmung dieser Veranstaltung sorgte der Posaunenchor \nTautendorf, der seit 40 Jahren Anziehungspunkt f\u00fcr Kinder und \nJugendliche ist und das kulturelle Leben der Gemeinde bereichert. Gro\u00dfen\n Dank gilt dabei den Gr\u00fcndern des Chores und der Leitung, die mit viel \nFlei\u00df und Herzblut ehrenamtlich den Klangk\u00f6rper f\u00fchren. Sei es das \nAdventskonzert, Geburtstagsst\u00e4ndchen oder der \u201eLetzte Gru\u00df\u201c, der \nPosaunenchor ist ein fester Bestandteil des Tautendorfer Gemeindelebens.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben\n dem Posaunenchor tr\u00e4gt der Hormsenreiter e.V. zum Gemeindeleben bei. \nUnter seiner Regie werden weitere Veranstaltungen in der T\u00e4lergemeinde \norganisiert, wie zum Beispiel das \u201eMaibaumstehenlassen\u201c. Bei dem \n\u201eErsatzmaibaumsetzen\u201c pflanzen die Tautendorfer seit 2002 jedes Jahr \neine Fichte am Gemeindehaus. Ansonsten ist dies ein richtiges Dorffest \nmit Musik, Kegeln und Kinderbelustigung, was sich zunehmender \nBeliebtheit bei den Einwohnern erfreut und sich hoffentlich zu einer \nguten Tradition entwickelt. Genauso beliebt sind die Radtouren des \nVereins, bei denen schon mal 40 bis 50 Teilnehmer durch die T\u00e4lerd\u00f6rfer \nund ihre Umgebung radeln. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr\n die Durchf\u00fchrung von Dorffesten, aber auch f\u00fcr private Feierlichkeiten \nsteht den Tautendorfern das Gemeindehaus zur Verf\u00fcgung. Das Geb\u00e4ude des \nehemaligen Kindergartens wurde von der Gemeinde von 2002 bis 2003 \nkomplett umgebaut und neu eingerichtet. Neben dem Gemeindeb\u00fcro und der \nFeuerwehrgarage beherbergt es einen Festraum f\u00fcr ca. 60 Personen mit \nkomplett eingerichteter K\u00fcchenzeile, der f\u00fcr Familienfeiern und andere \nFestlichkeiten rege genutzt wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie in einigen anderen Gemeinden hat das Gemeindehaus als Veranstaltungsort zur Belebung des Gemeindelebens beigetragen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>T.S. 2004<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tautendorf &#8211; Ausspanne,Wasserscheide und Landratsschanze Nach Tautendorf gelangt man von Eineborn aus, wo ein Abzweig in Richtung Tautendorfer Br\u00fccke unter der A9 hindurch ins Dorf f\u00fchrt. Ein anderer Weg f\u00fchrt von der Landstra\u00dfe Hermsdorf in Richtung Gro\u00dfebersdorf am Abzweig Neue Schenke in die \u00f6stlichste T\u00e4lergemeinde. 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