{"id":370,"date":"2020-02-13T15:45:19","date_gmt":"2020-02-13T15:45:19","guid":{"rendered":"http:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/?page_id=370"},"modified":"2020-02-13T15:50:40","modified_gmt":"2020-02-13T15:50:40","slug":"in-tissa-ulrichswalde-nachgeschaut","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/?page_id=370","title":{"rendered":"In Tissa\/Ulrichswalde nachgeschaut"},"content":{"rendered":"\n<h1>In Tissa-Ulrichswalde nachgeschaut 2019<\/h1>\n\n\n\n<p>Die Tissaer sind wieder dran! Es sind seit 2014 wieder einige  Jahre vergangen und die aktuelle Lage muss mal wieder in  den Dorfkurier. Gro\u00dfe Meldungen \u00fcber gigantische \u00f6ffentliche  Bauvorhaben wie die Dorfpl\u00e4tze Tissa und Ulrichswalde in den letzten Ausgaben gibt es nicht zu vermelden. Der Grund<br> hierf\u00fcr ist haupts\u00e4chlich, dass alles soweit hergerichtet ist und der Investitionsdruck nachgelassen hat. Zwei Wege k\u00f6nnten  allerdings noch in die Kur kommen, denn drei\u00dfig Jahre nach<\/p>\n\n\n\n<p><br> der Wende fangen auch Nachwende-Errungenschaften an zu  kollabieren. Die Kreisstra\u00dfe und hierbei besonders die Hohle in  Ulrichswalde erinnert allerdings noch sehr an die Vorwendezeit,<br> zumal sie auf 12 Tonnen begrenzt ist und trotzdem regelm\u00e4\u00dfig  mit 40 Tonnen G\u00fclletransportern zum Schweinestall zerfahren  wird. <\/p>\n\n\n\n<p><br>Aber wo zur Zeit m\u00e4chtig investiert wird in der Gemeinde und  speziell in Tissa ist in die  Bev\u00f6lkerungsstruktur. Die Jugend  \u00fcbernimmt das Ruder und ist nicht nur tag- sondern auch<br> schwer nachtaktiv. Die Kinderwagen rollen und man wei\u00df gar nicht so recht, sind die M\u00e4dels nun noch kugelrund oder schon  wieder. Die Kinder bekommen alle lustige ehrw\u00fcrdige Namen<br> wie Malte und Matteo, Arthur, Emil, Gustav, Lotta und Klara.<\/p>\n\n\n\n<p><br> Wer das Alter nicht kennt glaubt, die haben bestimmt noch den Ersten Weltkrieg erlebt.<br> So zieht dann t\u00e4glich die Knirpsenkarawane durchs Dorf Richtung Tissaer H\u00f6hen oder zum Spielplatz, dessen Bau sich  wirklich gelohnt hat. Die Muttis kommen da zu ihrem t\u00e4glichen<br> Plauderst\u00fcndchen aber auch die V\u00e4ter gehen \u00f6fter mal mit ihrem Nachwuchs aus.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Was f\u00fcr Deutschland, Th\u00fcringen und die Gemeinde gut ist, ist  schlecht f\u00fcr die Gemeindekasse. Ein v\u00f6llig unausgewogenes  Finanzierungssystem der Kindertageseinrichtungen man\u00f6vriert<br>viele Kommunen in das finanzielle Chaos. Die Gemeinde mit nicht mal 150 Einwohnern, muss allein in<br>diesem Jahr f\u00fcr 10 Knirpse 67 Tausend Euro (TE) Kindergartenbeitr\u00e4ge ausgeben, 563 Euro f\u00fcr einen Stepke pro Monat.<br> Abz\u00fcglich der Sonderzuweisungen vom Land sagenhafte 42 TE aus der Gemeindekasse. Das geht nur mit einem gut gef\u00fcllten Sparstrumpf und das auch nicht lange. Die Finanzierung m\u00fcsste<br> prinzipiell \u00fcber die Kreise laufen, so w\u00e4ren die Belastungen  planbar und ausgeglichen.<br> Die kleine Annabell wird bis zum dritten Lebensjahr bei einer Tagesmutter betreut, dadurch bleibt der Gemeinde f\u00fcr zwei Jahre der Beitrag erspart. Wir brauchen mehr Tagesm\u00fctter. Die Geburtenrate in Ulrichswalde liegt zur Zeit bei Null. Hier lagen  die fruchtbaren Jahre in der Zeit, als in Tissa etwas Flaute war.<br> Gutes Timing f\u00fcr die Gemeindefinanzen. Bleibt zu hoffen, dass  sich Deutschland seine Bewohner auch in Zukunft leisten kann,  und dass die jungen Menschen dort bleiben und gut leben k\u00f6nnen wo sie aufgewachsen sind.<br> Die Jugend im Dorf h\u00e4lt auch das Vereinsleben in Schwung.  Beim Teichbaumsetzen und Basteln an Himmelfahrtsgef\u00e4hrten, Instandsetzen aller m\u00f6glicher Land- und Forsttechnik, dem<br> kleinsten Weihnachtsmarkt, Oktoberfest, Walpurgisnacht und  allerhand Ausfl\u00fcgen zu anderen Vereinsfesten ist sie aktiv.<\/p>\n\n\n\n<p><br> Die jungen Alten werden aus den Vorst\u00e4nden in den Ruhestand  geschickt. Die Jugend \u00fcbernimmt. Mit dem Tissaer Teichbaumsetzen wurde ein sch\u00f6ner H\u00f6hepunkt geschaffen, der ziemlich einmalig in Deutschland ist und niemandem im Wege steht.  Der Jugendraum in Tissa wurde freiwillig, ehrenamtlich und familienfreundlich von tatkr\u00e4ftiger Jugend renoviert, im Nachbardorf der Gemeinderaum durch die reifere Jugend aus Ulrichswalde.<\/p>\n\n\n\n<p><br> Die Feuerwehr hat der Nachwuchs schon stark verj\u00fcngt und  die Mannschaftsst\u00e4rke ist auf 26 Kameraden angewachsen.  Hier steht die Verj\u00fcngung in der F\u00fchrungsriege noch aus, denn nach 150 Stunden Theorie und Praxisausbildung zum Feuerwehrmann ist noch einiges mehr an Fortbildung vonn\u00f6ten bis zum Trupp- und Gruppenf\u00fchrer. Aber auch hier greift der  Nachwuchs mutig an. Die Zahl der Traktoren in den beiden D\u00f6rfern ist mit dieser Generation nochmals gestiegen. Jeder der etwas auf sich h\u00e4lt,  f\u00e4hrt Lanz, John Deere, Belarus, GT 09, oder sogar nagelneue  Traktoren. Aber nat\u00fcrlich nicht nur zum Spa\u00df. Der Wald wird aufger\u00e4umt, die Fluren beackert und Tiere gez\u00fcchtet. Im Haupt- und Nebenerwerb oder nur zur eigenen Freude. Das Leben auf dem Dorf ist also auch sehr Tierreich, so dass es gl\u00fccklicherweise auch an Hangfl\u00e4chen keine Nutzungsausf\u00e4lle gibt.<\/p>\n\n\n\n<p><br> Sogar zwei h\u00fcbsche Pferde haben sich in Tissa angesiedelt. Das letzte seiner Art, die schwarze Sophie, hatte am 15. Juni 2006 vermutlich durch Blitzschlag ihr Ende gefunden. W\u00fcnschen wir den Beiden zur Freude aller ein langes Leben. Au\u00dferdem steht  in Ulrichswalde der ungeliebte Schweinestall mit zweitausend  L\u00e4ufern, schlecht wenn da der Wind ins Dorf weht.  Aber auch alle Unn\u00fctztiere f\u00fchlen sich bei uns wohl. Auch die<br> sind heute gut vernetzt und wissen, wo es gute und leichte Beute gibt. Reinecke Fuchs wird immer mit fetten H\u00fchnern versorgt. Er l\u00e4uft zur besten Mittagszeit mitten durchs Dorf, holt sich sein H\u00fchnchen, gr\u00fc\u00dft den B\u00fcrgermeister und verschwindet freundlich schwanzwedelnd ganz ohne Hast wieder im Walde. Aber auch f\u00fcr unsere gl\u00fccklichen Raubv\u00f6gel ist immer noch ein H\u00fchnchen \u00fcbrig. <\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings werden in der Gemeinde langsam  die Eier knapp, die fehlen nicht nur auf dem Fr\u00fchst\u00fcckstisch, sondern auch Igel und Marder, der Waschb\u00e4r holen sich ihr Men\u00fc vom Komposthaufen. Der Wolf wurde noch nicht beobachtet, aber vielleicht beobachtet er ja uns schon. Auch mit der Integration klappt es recht gut. Nilg\u00e4nse haben eine Gro\u00dffamilie gegr\u00fcndet und sind auch in diesem Jahr wieder angereist. Unser heimt\u00fcckischer Plan war eigentlich, sie aufzuessen, aber wir haben sie nicht erwischt. Auch Bayern,  Rheinl\u00e4nder und Gro\u00dfst\u00e4dter zieht es in die Gemeinde, aber  keine Angst, die werden zwar vernascht, aber nicht aufgegessen. Ein Bauernhof in Tissa wird durch einen Tissaer Kleinunternehmer aufw\u00e4ndig und urspr\u00fcnglich zu mehreren Wohneinheiten umgebaut. <br><br>In Ulrichswalde sind ebenfalls zwei Bestandsgeb\u00e4ude zu diesem Zweck in der Kur. Zwanzig Minuten Fahrzeit bis  in Jenas Innenstadt ist nicht viel. Allerdings m\u00f6chten jetzt unsere Kinder, die hier aufgewachsen sind, Familien gr\u00fcnden und auch dieser und jener wegen Platzmangels mal ein H\u00e4uschen bauen. Nachdem Ulrichswalde mit dem Bau des Schweinestalls zum Au\u00dfenbereichsdorf ernannt wurde, ist ein Neubau hier schon mal ausgeschlossen, Platz  w\u00e4re genug. In Tissa wurde das letzte Eigenheim vor 25 Jahren gebaut. Und nun ist es trotzdem mit riesigen Problemen verbunden, zwei Eigenheime zu errichten. Hoffentlich gehen die Finanzen nicht schon f\u00fcr Gutachten und Planungen drauf, bevor der Bau \u00fcberhaupt losgeht. <br><br>Aus Richtung Stadtroda sind Bem\u00fchungen im Gange, Wohnbaugebiete zu errichten, die das Stadtgebiet deutlich ausdehnen w\u00fcrden und Tissa bedrohlich nahe kommen.<br>Diese Art der Ausbreitung ist \u00fcberhaupt nicht in unserem Interesse. Landwirtschaftsfl\u00e4che und Aussichten werden verbaut,<br>\u00dcberfremdung und Interessenskonflikte drohen. Au\u00dferdem ist die verkehrstechnische Anbindung v\u00f6llig unzureichend. Ein Wohnbaugebiet in unserer Gemeinde wurde aus diesen Gr\u00fcnden vom Gemeinderat immer abgelehnt. Nachfragen von au\u00dferhalb gab es viele. Aber in den gro\u00dfen alten Bestandsgeb\u00e4uden ist auch immer noch M\u00f6glichkeit zum Ausbau. Beim Landwirt Gr\u00e4fe hat sich jetzt mit einigem Aufwand die dritte Generation ihr Nest gebaut, und bei Pocherts sind schon drei Wohneinheiten eingerichtet worden und auch bei Bartlings hat sich die dritte Generation eingerichtet. Mehrere Fassaden erstrahlen in neuem Glanze<br>und den ramponierten Vierseithof im Ortskern will die Enkelin des Besitzers mit ihrem Schatz aus Tissa als Nest f\u00fcr die vierk\u00f6pfige  Familie und ihre Pferde herrichten. <br><br>Auch der Pflegedienst hat zur Zeit in der Gemeinde gut zu tun.  Die schnellen Flitzer mit dem Roten Kreuz sind immer unterwegs und kehren in manches Haus t\u00e4glich bis zu f\u00fcnf mal ein, immer freundlich und gut gelaunt. Essen auf R\u00e4dern ist dazu<br> eine sehr gute Erg\u00e4nzung und erm\u00f6glicht ein langes Leben in der Heimat und vertrauter Umgebung. Von den Angeh\u00f6rigen, die tags\u00fcber ihrer Arbeit au\u00dferhalb nachgehen, w\u00e4re dies ohne die Leistungen der Pflegekasse nicht zu stemmen.<br><br> Die Demographieprognosen zur \u00dcberalterung, die den Kommunen  in den letzten Jahren gestellt wurden, scheinen sich in der Gemeinde im Moment nicht zu best\u00e4tigen, aber die wohl erste Generation, die in Deutschland keinen Krieg erlebt hat und hoffentlich auch nie erleben wird, ist ja gerade erst 74 Jahre<br>alt. Wer wei\u00df, wie alt die Menschen jetzt werden, vielleicht sind ja damals die Ges\u00fcndesten in Kriegen umgekommen.<br> Erfreulicherweise nimmt die Gemeinde von ihren wenigen Gewerbetreibenden auch ein paar Tausend Euro Gewerbesteuer ein, und der Einkommenssteueranteil steigt auch. Bleibt zu hoffen, dass keine R\u00fcckforderungen eintreffen oder bei den Finanzzuweisungen erheblich reduziert wird. Die allgemeine Lage ist doch recht ausgeglichen, die Priorit\u00e4ten haben sich wie \u00fcberall, auch auf Grund der wirtschaftlichen<br>Lage ge\u00e4ndert. <br><br>Die H\u00e4user sind umgekrempelt, Arbeitspl\u00e4tze gibt es ausreichend, die Entlohnung hat sich verbessert, ein paar Notgroschen liegen auf der Bank, wo sie hoffentlich noch sicher sind, und kaum einer f\u00e4hrt Montag fr\u00fch noch auf Montage. Die Leute sind entspannter und finden wieder mehr Zeit f\u00fcr die Dinge, die in den letzten Jahren nach der Wende in den Hintergrund r\u00fcckten.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die heutige Generation 50plus war das alles eine gro\u00dfe  Umstellung in der Lebensplanung. Das sollten auch die nachfolgenden Generationen nicht vergessen, f\u00fcr die heute vieles so selbstverst\u00e4ndlich ist.<br>Bis in f\u00fcnf Jahren zum n\u00e4chsten Dorfkurierbesuch in der freien und eigenst\u00e4ndigen Gemeinde gr\u00fc\u00dfen die Einwohner aus  Tissa und Ulrichswalde.<\/p>\n\n\n\n<p>Rainer Hartung April 2019<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2> <strong>Neues aus Tissa und Ulrichswalde 2014<\/strong> <\/h2>\n\n\n\n<p>Der  rasende Reporter des Dorfkuriers nervt schon wieder. Neues aus der  Gemeinde Tissa gab&#8217;s letztmalig im April 2009. Ja wie die Zeit vergeht.<br>Machen wir also da weiter , wo wir das letzte mal aufgeh\u00f6rt haben. <br>Die  Tissaer hatten gerade ihren Dorfplatz komplett saniert und das  Brunnenhaus gebaut, einen Teil der Abwasserleitung erneuert und Elektro-  und Telefonkabel in die Erde gebracht. Der Eigenanteil an der  gef\u00f6rderten Ma\u00dfnahme war auch bezahlt und trotzdem noch Geld im  Gemeindes\u00e4ckel. Deshalb widmeten wir uns im Jahr 2009 erst mal der  Sanierung\u00a0 zweier Teilstrecken der Gemeindestra\u00dfe in Ulrichswalde und  2010 des ehemaligen Feuerwehrhauses ebenfalls in Ulrichswalde. Denn wenn  in dem einen Ortsteil was wird, muss in dem anderen auch was werden.  Das H\u00e4uschen wurde vor allem au\u00dfen aufgeh\u00fcbscht, der Dachstuhl komplett  saniert und mit einem netten Vorbau und einem neuen\u00a0 Tor versehen. Ein  wirklicher Blickfang. <br>Im Jahr darauf ging es ohne Pause weiter, mit  der Sanierung des Dorfplatzes in der Fl\u00e4che. Alle Abwasser und Leerrohre  f\u00fcr die Medien wurden auch hier eingebracht und die Fl\u00e4che mit neuen  Bitumen und Granitpflaster ansprechend neu gestaltet. Im gleichen Zuge  wurde auch der Weg am Teich mit einer Asphaltschicht \u00fcberzogen. Die  Ma\u00dfnahmen in Ulrichswalde wurden allerdings ohne F\u00f6rderzuschuss  gestemmt. Sch\u00f6n w\u00e4re nun wenn die angrenzende Kreisstra\u00dfe ebenfalls  endlich saniert w\u00fcrde. Die wird viel mit schwerer Technik befahren,  obwohl auf zw\u00f6lf Tonnen begrenzt und teilweise in einem miserablen  Zustand, der offenbar niemanden interessiert. Sind die Fahrspuren im  Granitsteinpflaster zu tief wird einfach, wie zu Vorwendezeiten, mit  Bitumen aufgef\u00fcllt.<br>Aber kommen wir wieder zu den erfreulichen  Dingen. Die Gemeinde hatte also immer noch Taler in der Truhe, und es  wurde \u00fcber neue Aufgaben nachgedacht,<br>ohne das gro\u00dfe Ziel aus den  Augen zu verlieren, n\u00e4mlich Schuldenfreiheit. Denn um einen nur zwanzig  prozentigen Anteil an Stra\u00dfenausbaubeitr\u00e4gen f\u00fcr die  Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer zu sichern, muss die Gemeinde m\u00f6glichst  schuldenfrei bleiben. <br><br>Da die Schl\u00fcsselzuweisungen sinken und die zu  zahlenden Umlagen steigen, oder wie im vorletzten Winter pl\u00f6tzlich der  Winterdienst eskaliert, ist Vorsicht geboten. Die Geburtenrate ist  ebenfalls schwer planbar, denn Kitabeitr\u00e4ge sind leider auch  Kostentreiber und Antragskandidaten f\u00fcr diese \u00dcberraschungen gibt es in  der Gemeinde Gott sei Dank noch genug. Da der Einkommenssteueranteil der  Gemeinde aber gewaltig angestiegen ist, schlie\u00dft sich so manche  Finanzl\u00fccke. Aber den Haushalt rund zu kriegen wird doch recht knapp.  Wenn dann allerdings am Ende des Haushaltsjahres trotz allem wieder was  \u00fcbrig bleibt f\u00fcr die R\u00fccklagen, dann freut sich nicht nur der  B\u00fcrgermeister. W\u00fcrde in der Gemeinde allerdings ein Gemeindearbeiter  voll besch\u00e4ftigt, w\u00e4re ein ausgeglichener Haushalt chancenlos.\u00a0 Das ist  sicher ein Vorteil kleiner Gemeinden. Au\u00dferdem greift auch nach wie vor  unentgeltliche Arbeit in der\u00a0 Landschaftspflege, der Pflege der  Sportanlage, zwei Arbeitseins\u00e4tze am 1. Mai und 3. Oktober sorgen  ebenfalls f\u00fcr Ordnung und die Dorfstra\u00dfe wird von den Anwohnern  gepflegt.<br>In 2012 wurde erst mal ausgesetzt mit Gro\u00dfbaustellen und  zum Sammeln geblasen. Nicht nur finanziell sondern auch in der  Feuerwehr. Zur Freude aller und vor allem des Feuerwehrhauptmanns fanden  sich sieben neue und vor allem junge Kameraden zum Eintritt in den  Feuerwehrdienst bereit. Mit diesem Boom hatte wahrlich keiner  gerechnet.\u00a0 Im Jahr 2013 kamen nochmals f\u00fcnf Kameraden hinzu und in  diesem Jahr konnte ein weiterer Kamerad gewonnen werden und einer kehrte  aus der Reserve zur\u00fcck in die Feuerwehr Tissa. <br>Zwei  Nachwuchskameraden sind zwar wieder verzogen aber die Zahl der Truppe  hat sich somit von sechzehn auf achtundzwanzig Kameraden erh\u00f6ht, und eine weitere Sorge des Gemeinerates ist ebenfalls vorerst vom Tisch.<br><br>Da  der Ortsbrandmeister Bernd Ro\u00dfmann nach 34 Dienstjahren und 48 Jahren  aktiven Dienst in der Feuerwehr Tissa, mit 65 Jahren in die Alters und  Ehrenabteilung versetzt werden musste, machten sich Nachwuchsprobleme  breit. Zu unserem Gl\u00fcck war J\u00fcrgen Diesing als ehemaliger  Berufsfeuerwehrmann im Dienstrang eines Oberbrandmeisters bereit, diese  Aufgabe zu \u00fcbernehmen. Das war nat\u00fcrlich ein ausgesprochener Gl\u00fccksfall.  Nun arbeitet der Nachwuchs verbissen an der Weiterbildung um in circa  sieben Jahren einen gut ausgebildeten Nachfolger aus ihren Reihen zu  stellen. Die Grundausbildung zum Truppmann beinhaltet immerhin schon 12  Tage Ausbildung au\u00dferhalb und noch mal soviel innerhalb der heimischen  Feuerwehr. daf\u00fcr mu\u00df wirklich Hochachtung gezollt werden. <br><br>Nun wo  klar ist das die Tissaer Feuerwehr wieder auf festen F\u00fc\u00dfen steht wurde  nat\u00fcrlich auch wieder in Ausr\u00fcstung investiert. Das Feuerwehrhaus wurde  innen versch\u00f6nert und in diesem Jahr au\u00dfen abgeputzt, und wenn  irgendwann mal die Eingemeindungsfantasien pausieren, und Hoffnung auf  noch lange Eigenst\u00e4ndigkeit feststeht, k\u00f6nnte auch in neue  Feuerwehrtechnik investiert werden, aber wenn es nicht zu oft brennt  machen wir das Feuer auch mit der alten TS8 aus, wenn das Wasser reicht.  Denn in Ulrichswalde besteht leider das Problem der Wasserknappheit im  Dorfteich nach wie vor. Aber ein Himmelsteich ist nun mal abh\u00e4ngig vom  Regen, und deshalb war er auch das letzte mal zu \u00dcberschwemmung am  30.Mai 2013 so richtig voll, und lief sogar \u00fcber, genau wie der in  Tissa. An diesem Tag haben auch die Tissaer alten und neuen Kameraden  beim Einsatz um kurz nach Mitternacht in der Weihertalm\u00fchle gesp\u00fcrt das  nicht nur Feuer gef\u00e4hrlich ist. Und um gegen Wasser anzutreten muss es  nicht die neueste Technik sein. Aus diesem Grunde haben wir auch den  Maibaum in diesem Jahr mal mitten ins Wasser gesetzt.\u00a0 <br><br>Ja ansonsten  machen die Tissaer zwar seit 2007 keine gro\u00dfen Feste mehr aber daf\u00fcr  einige kleine f\u00fcr uns. Da w\u00e4ren der Hexentanz zu Walpurgis mit  Kindermaibaumsetzen die Einheitsfeier zum dritten Oktober und der  kleinste Weihnachtsmarkt Deutschlands und in diesem Jahr auch mal wieder  ein Flurzug mit einer ultrascharf gew\u00fcrzten Suppe zu Mittag. Alle  gefundenen Grenzsteine wurden wieder freigelegt und farblich markiert.  Auch hier war das Interresse durch alle Generationen ungebrochen, wobei  diejenigen mit den kurzen Beinen froh waren als das Ziel erreicht.  Fr\u00fcher so ist es \u00fcberliefert, bekam jeweils ein Knirps an einem Stein  eine Ohrfeige, so merkte er sich diesen ein Leben lang.<br>Auf diese Tradition wurde in diesem Jahr verzichtet, obwohl es dem Ged\u00e4chtnis bestimmt auf die Spr\u00fcnge geholfen hat. <\/p>\n\n\n\n<p><br>Die  Jugend ist in der Gemeinde auch beim Tissaer Heimatverein dabei, das  Ruder zu \u00fcbernehmen. Zur Hauptversammlung verj\u00fcngte sich der neu  gew\u00e4hlte Vereinsvorstand gewaltig und mit Nachdruck. Ein \u00dcberreden und  \u00dcberzeugen ist nicht notwendig, und der Wille zur Mitarbeit\u00a0 sp\u00fcrbar,  und das ist f\u00fcr alle erfreulich. Wollen wir hoffen das es so bleibt und  keiner gezwungen ist zur Arbeitsuche dauerhaft in der Ferne aufbrechen  zu m\u00fcssen, denn hier bleiben m\u00f6chten die meisten. <\/p>\n\n\n\n<p><br>Soweit also zu den  Neuigkeiten aus Tissa und Ulrichswalde und bis zum n\u00e4chsten  Situationsbericht in f\u00fcnf Jahren von der dann hoffentlich immer noch  schuldenfreien und eigenst\u00e4ndigen Gemeinde auf dem Berg mit guten  Aussichten.\u00a0 (B\u00fcrgermeister Reiner Hartung 2014)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Tissa-Ulrichswalde nachgeschaut 2019 Die Tissaer sind wieder dran! Es sind seit 2014 wieder einige Jahre vergangen und die aktuelle Lage muss mal wieder in den Dorfkurier. Gro\u00dfe Meldungen \u00fcber gigantische \u00f6ffentliche Bauvorhaben wie die Dorfpl\u00e4tze Tissa und Ulrichswalde in den letzten Ausgaben gibt es nicht zu vermelden. Der Grund hierf\u00fcr ist haupts\u00e4chlich, dass alles soweit hergerichtet ist und der Investitionsdruck nachgelassen hat. 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