{"id":273,"date":"2020-01-02T09:55:30","date_gmt":"2020-01-02T09:55:30","guid":{"rendered":"http:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/?page_id=273"},"modified":"2020-01-02T10:05:31","modified_gmt":"2020-01-02T10:05:31","slug":"ortsgeschichte-waltersdorf","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/?page_id=273","title":{"rendered":"Ortsgeschichte Waltersdorf"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Waltersdorf &#8211; alter Ort mit neuem Flair<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.huegelland-taeler.de\/assets\/images\/waltersdorf2.jpg\" alt=\"Waltersdorf\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Waltersdorf\n liegt im unteren Bereich der sogenannten \u201eT\u00e4lerd\u00f6rfer&#8220; und befindet \nsich innerhalb des gleichnamigen Landschaftsschutzgebietes. Mit seinem \nbis an den Ortsrand reichenden Waldbestand, durchflossen von der Roda, \nund. seinem gepflegten Erscheinungsbild z\u00e4hlt es zu den sch\u00f6nsten \nD\u00f6rfern der Verwaltungsgemeinschaft. <\/p>\n\n\n\n<p>Innerhalb\n der Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft \u201eH\u00fcgelland\/T\u00e4ler&#8220; \nz\u00e4hlt Waltersdorf mit 205 Einwohnern (Stand 01.01.2002) zu den eher \nkleinen Orten, obwohl <a href=\"https:\/\/www.huegelland-taeler.de\/html\/body_meusebach.html\">Meusebach<\/a> (96 Einwohner) oder <a href=\"https:\/\/www.huegelland-taeler.de\/html\/body_kleinbockedra.html\">Kleinbockedra<\/a>\n (47 Einwohner) wesentlich kleinere Gemeinden sind. Wichtiger als diese \nabsoluten Zahlen ist jedoch der Bev\u00f6lkerungszuwachs in den letzten \nJahren. Da liegt Waltersdorf mit etwa 30% an der Spitze!<\/p>\n\n\n\n<p>Exakte\n Zahlen \u00fcber die Gr\u00fcndung von Waltersdorf existieren leider nicht, der \nZeitraum der Gr\u00fcndung geht jedoch auf das 12. Jahrhundert zur\u00fcck.<br>Seit der Gr\u00fcndung des Zisterzienser-Klosters in Roda (das heutige Stadtroda) geh\u00f6rte Waltersdorf zuden\n Klosterd\u00f6rfern und wurde in diesem Zusammenhang das erste Mal \nurkundlich erw\u00e4hnt. Dem Kloster gegen\u00fcber waren unter anderem \nFrondienste zu leisten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.huegelland-taeler.de\/assets\/images\/waltersdorf10.jpg\" alt=\"Torbuche\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Bedingt\n durch seine Lage am Ausgang der T\u00e4lerd\u00f6rfer gab es regelm\u00e4\u00dfig mehr oder\n weniger gro\u00dfe \u00dcberschwemmungen, so z. B. 1582 mit etwa 1,50 m&nbsp; \nWasserh\u00f6he im oberen Ortsteil. <br>Im Jahre 1521 erfolgte im Kreis Roda \nein Wechsel vom Katholizismus zum Protestantismus. 1543 verkaufte \nKurf\u00fcrst Johann Friedrich Waltersdorf an die Gebr\u00fcder Kunz und Apel von \nMeusebach.<br>W\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges blieb der Ort vor \nZerst\u00f6rungen von durchziehenden Truppen verschont. Die darauffolgende \nPest forderte aber drei Opfer. Erw\u00e4hnenswert ist auch die gro\u00dfe \nHeuschreckenplage von 1693, welche alles vernichtete.<br>Seit 1655 \nhatten die T\u00e4lerd\u00f6rfer die Gelegenheit, ihre b\u00e4uerlichen Produkte auf \ndem Rodaer Wochenmarkt anzubieten (Stoffe, T\u00f6pferwaren, Leinwand).<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Aussterben der Meusebacher Linie fiel Waltersdorf 1753 an die Wettiner zur\u00fcck. <br>Nach den Unterlagen der Forstbeh\u00f6rde hat irn Jahre 1757 die bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts <br>als Wahrzeichen von Waltersdorf dienende <a href=\"https:\/\/www.huegelland-taeler.de\/html\/body_torbuche_.html\">\u201eTorbuche&#8220;<\/a> als zusammenwachsender Wildling ihr Wachstum begonnen. <br>1863\n &#8211; 1866 erfolgte der Bau der Stra\u00dfe von Tr\u00f6bnitz durch die T\u00e4lerd\u00f6rfer, \nwof\u00fcr bereits 1858 von der Gemeinde Waltersdorf die beiden Steinbr\u00fccken \nerbaut werden mussten. Das f\u00fchrte zu deutlich besseren Wegeverh\u00e4ltnissen\n und Zeitverk\u00fcrzungen f\u00fcr die Postkutsche sowie Pferde- und \nOchsenfuhrwerke.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kinder von Waltersdorf besuchten bis 1685 die Stadtschule von Roda und danach die damals neu erbaute Schule von Tr\u00f6bnitz.<br>Im\n Jahre 1871 wurde in der Ortsmitte anl\u00e4sslich der deutschen \nReichsgr\u00fcndung eine Eiche gepflanzt, welche sich bis heute zu einem \nstattlichen Baum und als weiteres Wahrzeichen von Waltersdorf entwickelt\n hat. Seit 1908 gibt es im Ort elektrischen Strom, zun\u00e4chst fanden \nGl\u00fchlampen mit einer Leistung von 5 bis 6 Watt Verwendung. Im 1. \nWeltkrieg blieben 2 Einwohner im Felde. Von den zum 2. Weltkrieg \neingezogenen 21 M\u00e4nnern kamen 7 nicht wie\u00adder zur\u00fcck. Am 12. April 1945 \nwurde Waltersdorf von ameri\u00adkanischen Truppen besetzt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.huegelland-taeler.de\/assets\/images\/waltersdorf9.jpg\" alt=\"waltersdorf9\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>1960 erfolgte der Zusammenschluss von 33 Einzelbauern zur LPG Typ l \u201eTorbuche&#8220;. Von 1957 &#8212; 1970 existierte in der <a href=\"https:\/\/www.huegelland-taeler.de\/html\/body_talermuhle.html\">T\u00e4lerm\u00fchle<\/a> das Institut f\u00fcr Bienenzucht als Leitinstitut f\u00fcr das gesamte Bienenwesen der DDR.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Jahren 1978 &#8211; 1980 wurden zwei neue Br\u00fccken \u00fcber die Roda gebaut und die Stra\u00dfenf\u00fchrung entsprechend ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p>Das\n gr\u00f6\u00dfte Bauvorhaben von Waltersdorf war neben der Sanierung des Altortes\n Waltersdorf die Erschlie\u00dfung und anschlie\u00dfende Bebauung des \nNeubaugebietes \u201eAm Sommerberg&#8220;. Mittlerweile stehen 24 H\u00e4user \nunterschiedlichen Typs auf diesem herrlichen Flecken Erde. <br>Trotz der\n relativ niedrigen Einwohnerzahl kann Waltersdorf auf eine Reihe von \nAktivit\u00e4ten verweisen. Dank des Flei\u00dfes und Einsatzes der Einwohner \nwurde das Gemeindehaus rekonstruiert und steht sowohl f\u00fcr \nFeierlichkeiten als auch f\u00fcr die Freizeitbet\u00e4tigung zur Verf\u00fcgung. <br>Die\n Mitgliederzahl im Feuerwehrverein ist auf \u00fcber 20 gestiegen. J\u00e4hrlich \nwerden Veranstaltungen wie Fasching, Silvester, Osterfeuer usw. \norganisiert. Seit der Wende lebte auch die Tradition der sogenannten \nAltgemeinde wieder auf. Eine Frauengymnastikgruppe, eine \nFu\u00dfballmannschaft im Altersbereich von 15-56 Jahren, ein T\u00f6pferzirkel \nund eine Interessengemeinschaft Holzverarbeitung bieten den Einwohnern \neine sinnvolle Bet\u00e4tigung.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.huegelland-taeler.de\/assets\/images\/autogen\/a_waltersdorf7.jpg\" alt=\"Landgasthof Degner\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>An\n dieser Stelle soll ganz besonders die langj\u00e4hrige T\u00e4tigkeit unseres \nOrtschronisten Horst Sippach hervorgehoben werden. Ihm ist es durch \nseine Sammlung und Aufarbeitung von Daten entscheidend mit zu verdanken,\n dass eine nahezu l\u00fcckenlose Chronik unseres Ortes entstanden ist. Sogar\n ein Lied von Waltersdorf hat er entdeckt. <br><br>Heute\n ist Waltersdorf wegen seiner landschaftlich sch\u00f6nen Lage ein beliebtes \nAusflugsziel f\u00fcr Wanderer und Radfahrer, wozu der Ausbau des \nRadfahrnetzes und die Anbindung des Ortes beigetragen haben. <br><br>F\u00fcr\n G\u00e4ste gibt es inzwischen auch eine \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeit und der \n\u201eLandgasthof Degner&#8220; l\u00e4dt mit landestypischer Kost zur St\u00e4rkung ein. <br><br><br>Die\n Freiwillige Feuerwehr von Waltersdorf, gegr\u00fcndet am 22. Juli 1922, \nbegeht im Jahr 2002 ihr 80-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um. Aus der Chronik ist \nersichtlich, dass der Bau des ersten Spritzenhauses bis ins Jahr 1820 \nzur\u00fcck geht. Damals musste das L\u00f6schwasser noch mit einer durch die \nEinwohner gebildeten Eimerkette von der Roda an den Brandherd gebracht \nwerden. 1900 wurde die erste Handdruckspritze gekauft, welche bis 1965 \nihren Dienst tat und. dann von einer Motorspritze abgel\u00f6st wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Bei\n Wohnungsbr\u00e4nden und den hin und wieder auftretenden Hochwassern hatten \ndie Kameraden h\u00e4ufig Gelegenheit, ihre F\u00e4higkeiten unter Beweis zu \nstellen. Heute hat die FFW eine Personalst\u00e4rke von 18 Kameraden. \nWehrleiter ist Rudi Degner. Ein aktuelles Problem ist der relativ hohe \nAltersdurchschnitt der Kameraden von \u00fcber 44 Jahren. Obwohl das Wirken \nder FFW bei der Brandbek\u00e4mpfung dem vorbeugenden Brandschutz von \nallgemeinem Interesse und f\u00fcr jeden B\u00fcrger von Bedeutung ist, fehlt der \nNachwuchs.<\/p>\n\n\n\n<p>Horst Sippach und Dr. Norbert Miosga (2002)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Waltersdorf &#8211; wo die T\u00e4lerd\u00f6rfer beginnen<\/strong> (2008)<\/p>\n\n\n\n<p>Von\n Stadtroda kommend gelangt man in die T\u00e4lerd\u00f6rfer, wenn man in Tr\u00f6bnitz \ndem Lauf der Roda aufw\u00e4rts folgt. In Waltersdorf angekommen fallen den \nBesuchern gleich die schmucken Fachwerkh\u00e4user auf, welche die Dorfstra\u00dfe\n s\u00e4umen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wer\n genauer hinschaut, wird merken, dass die Dorfansicht kein Mast und kein\n Kabel st\u00f6rt. Dieser gl\u00fcckliche Umstand, den man als Durchreisender \nvielleicht erst auf dem zweiten Blick bemerkt, hat seinen Ursprung zu \nBeginn der 1990er Jahre. Gleich nach der Wende k\u00fcmmerte sich der seit \ndieser Zeit&nbsp; t\u00e4tige B\u00fcrgermeister Helmut Putze um F\u00f6rdermittel. So \ngelang es ihm, gleichzeitig mit der Gemeinde M\u00f6rsdorf, als eine der \nersten Gemeinden in Th\u00fcringen in das F\u00f6rderprogramm zur Dorferneuerung \naufgenommen zu werden. Zu dieser Zeit war manchem Th\u00fcringer der Begriff \nDorferneuerung noch unbekannt, doch in Waltersdorf sollte es sich bald \nzeigen, was man mit dem F\u00f6rderprogramm alles erreichen kann. Denn nicht \nnur die Gemeinde konnte mit Hilfe der ausgereichten F\u00f6rdergelder das \nGemeindehaus zum Dorfgemeinschaftshaus umbauen. Neben dem Einbau einer \nHeizungsanlage konnte das Dach des Geb\u00e4udes und das Fachwerk erneuert \nwerden. Heute ist neben dem B\u00fcrgermeisterb\u00fcro noch ein Versammlungsraum \nin dem Geb\u00e4ude untergebracht, der auch zu Familienfeiern genutzt wird. \nAu\u00dferdem wurde von der Gemeinde ein Buswarteh\u00e4uschen errichtet. <br>ch \nfast jeder zweite private Hausbesitzer in Waltersdorf konnte in den \nJahren von 1992 bis 1994 einen F\u00f6rdermittelbescheid erhalten. Die \nentsprechenden Eigenmittel vorausgesetzt, konnten so viele Einwohner \nihre H\u00e4user sanieren. Zur damaligen Zeit, den Anf\u00e4ngen der \nDorferneuerung in Th\u00fcringen, durften sich die Hauseigent\u00fcmer noch \u00fcber \nF\u00f6rderquoten von 50 % freuen. Erneuert wurden vielen D\u00e4chern und \nFassaden auch einige Heizungsanlagen aus DDR-Zeiten. <\/p>\n\n\n\n<p>Die\n Gemeinde plante dann aber schon 1994 mit einem Wohngebiet ihr n\u00e4chstes \ngro\u00dfes Vorhaben, welches f\u00fcr das relativ kleine Dorf einen gewaltigen \nfinanziellen Kraftakt darstellte. Ein Wohngebiet direkt am Dorfrand \nsollte einerseits mehr Einwohner nach Waltersdorf locken und \nandererseits auch jungen Familien aus Waltersdorf eine Gelegenheit mit \neinem Bauplatz ihren Lebensmittelpunkt im Heimatort behalten zu k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Schon\n bei den Planungen hierzu wurde seitens des Gemeinderates gro\u00dfer Wert \ndarauf gelegt, das neue Wohngebiet so weit wie m\u00f6glich in der N\u00e4he \nbestehenden Ort zu integrieren und es nicht abseits oder au\u00dferhalb des \u201eAltdorfes\u201c zu platzieren.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p>Heute\n ist das Wohngebiet mit seinen geplanten 29 Baupl\u00e4tzen fast vollst\u00e4ndig \nausgebucht. Nur noch 2 Baupl\u00e4tze sind zu haben. Auch die Einwohnerzahl \nerh\u00f6hte sich um 30%. W\u00e4hrend in Waltersdorf um 1649 erst 89 Einwohner \nwaren, wohnten waren es 1885 bereits 133 Einwohner in 30 Haushaltungen. \nNoch vor 5 Jahren lebten in Waltersdorf 205 Einwohner, dank des \nWohngebietes. Leider lie\u00df sich der allgemeine Abwanderungstrend der \nTh\u00fcringer nicht ganz kompensieren, denn derzeit leben 179 B\u00fcrger in \nWaltersdorf. <\/p>\n\n\n\n<p>Zum\n heutigen Zeitpunkt kann B\u00fcrgermeister Helmut Putze die von der Gemeinde\n in Eigenregie durchgef\u00fchrte Erschlie\u00dfung und Vermarktung des \nWohngebietes als einen erfolg einsch\u00e4tzen. Auch wenn die finanzielle \nBelastung hoch war, so hat sich der Aufwand f\u00fcr die Gemeinde gelohnt. <\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Da\n im Wohngebiet eine zentrale Kl\u00e4ranlage f\u00fcr die Abwasser gebaut werden \nmusste, wurde seitens der Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem ZWA \ngeplant, auch die schon bestehenden H\u00e4user des \u201eAltdorfes\u201c an diese mit \nanzuschlie\u00dfen. W\u00e4hrend kurz vor der Wende eine neue Trinkwasserleitung \nin Waltersdorf verlegt wurde, kam nun 1994\/95 auch die Abwasserleitung \nf\u00fcr die H\u00e4user entlang der Hauptstra\u00dfe dran. Dies bestand teilweise aus \neinem offenen Kanal und war schon l\u00e4ngst nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df. Parallel \nmit der Einrichtung des Wohngebietes erfolgte auch der Ausbau der \nOrtsstra\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Das\n Stra\u00dfenbauamt als Bauherr f\u00fcr die Ortsstra\u00dfe forderte von der Gemeinde,\n dass die neu zu errichtende Stra\u00dfe in Zukunft auch nicht gleich wieder \nf\u00fcr die Verlegung anderer Medien ge\u00f6ffnet werden d\u00fcrfe und schlug vor, \ngleich alle Versorgungsleitungen f\u00fcr die H\u00e4user unterirdisch zu \nverlegen. Was wie ein kleines Wunder in unserem Beh\u00f6rden- und \n\u201eZust\u00e4ndigkeitsdschungel\u201c von ZWA, TEAG und Telekom klingt, gelang in \nWaltersdorf. Vom Strom \u00fcber Telefon und Fernsehkabel der \nGemeinschaftsantenne, alles liegt nun unterirdisch und kein Mast oder \noberirdisch verlegtes Kabel st\u00f6rt das Ortsbild. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie\n B\u00fcrgermeister Helmut Putze sagt: \u201eEs war ein hartes St\u00fcck Arbeit, alle \nEntscheidungstr\u00e4ger davon zu \u00fcberzeugen, aber der Zeitpunkt war g\u00fcnstig \nund wir konnten die Gelegenheit nutzen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem\n im Jahr 2003 auch noch die letzten H\u00e4user in den Seitenstra\u00dfen an die \nzentrale Kl\u00e4ranlage im Wohngebiet angeschlossen wurden, geh\u00f6rt \nWaltersdorf zu den wenigen kleinen Landgemeinden in Th\u00fcringen, die \nvollst\u00e4ndig an eine moderne vollbiologische Kl\u00e4ranlage angeschlossen \nsind.<\/p>\n\n\n\n<p>In\n der Waltersdorfer Flur gab und gibt es viele gro\u00dfe Waldfl\u00e4chen. In \nseiner Abhandlung \u00fcber das Herzogtum Sachsen-Altenburg von 1891 schreibt\n L\u00f6be: \u201cIn der Waltersdorfer Flur besitzt die Universit\u00e4t Jena seit dem \n15. Oktober 1633 als Zubeh\u00f6r des Rittergutes Apolda eine Holzparzelle , \n\u201edas Jungferntheil\u201c genannt, von 14ha 32a Fl\u00e4chengehalt. <\/p>\n\n\n\n<p>Seit\n 1996 haben sich die privaten Waldbesitzer aus Waltersdorf zur \nForstbetriebsgemeinschaft Waltersdorf-Torbuche zusammengeschlossen. Zu \nihr geh\u00f6ren auch noch Privatwaldbesitzer mit Fl\u00e4chen in den Fluren \nTissa-Ulrichswalde und Meusebach.<\/p>\n\n\n\n<p>Um\n die Bewirtschaftungsm\u00f6glichkeiten er Waldfl\u00e4chen zu verbessern, konnten\n durch die Forstbetriebsgemeinschaft F\u00f6rdermittel f\u00fcr den Bau von \u00fcber \n10km feste Abfuhrwegen und mehrere maschinenbefahrbare R\u00fcckewege erlangt\n werden. Gerade f\u00fcr die Besitzer kleiner Fl\u00e4chen w\u00e4re dies privat nicht \ndurchf\u00fchrbar gewesen. Die Betriebsgemeinschaft vereint 40 Waldbesitzer \nund bewirtschaftet Waldfl\u00e4chen von mehr als 300 Hektar. <\/p>\n\n\n\n<p>Im\n Sommer 2002 wurde zwar der 80. Geburtstag der Waltersdorfer Feuerwehr \ngefeiert, doch im damaligen Artikel im Dorfkurier wurde schon auf die \nschlechte Nachwuchssituation der Wehr hingewiesen. So blieb dem \nB\u00fcrgermeister als Verantwortlichen f\u00fcr eine funktionierende&nbsp; \nFreiwilligen Feuerwehr nur noch die Wahl, sich nach Partnern umzusehen. \nIm benachbarten Tr\u00f6bnitz fanden die Waltersdorfer Kameraden nun eine \nneue Heimst\u00e4tte und sie sind nun in der Tr\u00f6bnitzer Wehr integriert. \nGemeinsam werden Ausbildung und \u00dcbungen absolviert.<\/p>\n\n\n\n<p>Waltersdorf  ist bereits durch einen Radweg mit Tr\u00f6bnitz verbunden, der leider noch  am Ortseingang des Dorfes endet. Doch man kann sich im Landgasthof  Degner tr\u00f6sten, dessen Gastfreundlichkeit und schmackhafte Th\u00fcringer  K\u00fcche bestens auch au\u00dferhalb der T\u00e4lerdorfer bekannt sind. <br><br>T.S. 2008<\/p>\n\n\n\n<p> <strong>In Waltersdorf nachgeschaut 2014<\/strong>      <\/p>\n\n\n\n<p>Seit  dem letzten Beitrag \u00fcber die Gemeinde Waltersdorf\u00a0 im Jahr 2008  ist \u2013  vor allem im Juni letzten Jahres- viel Wasser die Roda  hinabgeflossen.\u00a0  In diesem Zusammenhang erwiesen sich die in den Jahren  zuvor  durchgef\u00fchrten Ma\u00dfnahmen zur Uferbefestigung als wichtig im  Sinne des  Hochwasserschutzes. Es wurden ausschlie\u00dflich zweckgebundene  Mittel  hierf\u00fcr eingesetzt. Zum einen wurde die Uferb\u00f6schung, die durch  fr\u00fchere  Hochwasser zu Absp\u00fclungen und Auskehlungen unterhalb der  Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke  gef\u00fchrt hatten, korrigiert und mit unterschiedlich  gro\u00dfen Steinen  stabilisiert. In einem zweiten Bauabschnitt wurde die  Mauer im Bereich  dieser Br\u00fccke stra\u00dfenseitig\u00a0 erneuert. Dazu war es  erforderlich, die  Br\u00fccke abzunehmen. Bei dieser Gelegenheit wurde das  Lager neu betoniert  und die Holzkonstruktion teilweise erneuert. F\u00fcr  die neue Mauer wurden  Natursteine verwendet, die dem unmittelbaren  Umfeld in \u00e4sthetischer  Hinsicht gerecht werden.\u00a0 All das konnte nicht  verhindern, dass im  letzten Jahr die Roda auch in Waltersdorf \u00fcber die  Ufer trat. Gr\u00f6\u00dfere  Sch\u00e4den an Geb\u00e4uden waren zwar nicht zu verzeichnen,  im Altdorf dr\u00fcckte  das Grundwasser in einige Keller. Oberhalb des  Ortes und der T\u00e4lerm\u00fchle  wurden im Uferbereich eine ganze Anzahl von  B\u00e4umen untersp\u00fclt und  st\u00fcrzten um.                                         <br>Im  Zuge der Dorfversch\u00f6nerung wurden z.B. die Uferbereiche der Roda  von  Wildwuchs befreit, wobei auch eine ganze Anzahl stattlicher B\u00e4ume  den  Kettens\u00e4gen zum Opfer fielen, und eine Anlage an der ehemaligen   Gasflaschenstation mit Pflanzen und Natursteinen aufwendig neu gestaltet   . Das alles geschah auf freiwilliger Basis und einige Einwohner\u00a0 waren   schon erstaunt, dass mehr als 30 Helfer mit gro\u00dfem Engagement bei der   Sache waren.                                          <br>In  einer  vorhergegangenen Aktion wurden ebenso tatkr\u00e4ftig die R\u00e4ume des   Gemeindehauses renoviert, d.h. neu tapeziert und gestrichen. Einige   Frauen n\u00e4hten Gardinen und wagten sich sogar, die St\u00fchle mit neuem Stoff   zu beziehen. Schlie\u00dflich wurde die K\u00fcchenzeile mit neuen M\u00f6beln   ausgestattet. Als Resultat entstanden drei ansprechend gestaltete R\u00e4ume,   die f\u00fcr diverse Gelegenheiten genutzt werden k\u00f6nnen. Davon wird   regelm\u00e4\u00dfig Gebrauch gemacht. So treffen sich besonders vor den gro\u00dfen   Festtagen Frauen, um in lustiger Runde M\u00f6glichkeiten der k\u00fcnstlerischen\u00a0   Gestaltung jeglicher Art im Austausch vorzustellen.                                           Einmal  im Monat wird in einer M\u00e4nnerrunde  z\u00fcnftig Skat gedroschen, wobei auch  der Humor nicht zu kurz kommt. Vor  einem Jahr wurde das Umfeld der  historischen Eiche neu hergerichtet und  f\u00fcr die Senioren eine rustikale  Rentnerbank aufgestellt.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0                                           <\/p>\n\n\n\n<p>Bei  all diesen Aktivit\u00e4ten wurde  auch an gr\u00f6\u00dfere Veranstaltungen gedacht.  Erinnert sei an das Dorffest  2010 mit Lampionumzug mit Blasmusik f\u00fcr die  Kinder und einem  stimmungsvollen Lagerfeuer f\u00fcr alle. Sehr viel  Zuspruch fand auch  wieder der Weihnachtsmarkt im Dezember 2013 im Hof  der Familie  Isbrecht. Hier war f\u00fcr das leibliche Wohl bestens gesorgt  und einige  Einwohner boten in liebevoller Handarbeit gefertigte Produkte  an.                                           <br>Leider  ruht die Organisation und  Durchf\u00fchrung solcher Veranstaltungen in der  Regel immer auf den  gleichen Schultern, es fehlt einfach das Interesse  in der Breite.<br>Neben  den positiven Ereignissen gibt es wie in jeder  Gemeinde auch in  Waltersdorf\u00a0 Dinge, die leider nicht zum Nutzen der  Einwohner sind. So  musste die Einsatzgruppe der Freiwilligen Feuerwehr  ihre  Selbst\u00e4ndigkeit aufgeben und wurde der Wehr in Tr\u00f6bnitz  angegliedert.  Im Ernstfall werden sich also zwangsl\u00e4ufig die  Rettungswege verl\u00e4ngern.  Ein wesentlicher Grund hierf\u00fcr war der schon  \u00fcber Jahre fehlende  Nachwuchs f\u00fcr diese wichtige freiwillige T\u00e4tigkeit.  Im gleichen  Zeitraum l\u00f6ste sich auch der Feuerwehrverein auf, sodass es  im Moment\u00a0  keinen offiziellen Verein im Ort gibt. Mit der  altersbedingten  Schlie\u00dfung der traditionellen Gastst\u00e4tte hat ein  weiterer wichtiger  Bestandteil des Ortes praktisch aufgeh\u00f6rt zu  existieren.\u00a0 <br>Waltersdorf\u00a0  hat mit Stand vom  30.1.2014 genau 180\u00a0 Einwohner, konnte also in den  letzten Jahren  durch Zuzug und Geburten wieder leicht zulegen. <br>Diese   Tendenz\u00a0 und das zum Gl\u00fcck nie erlahmende Engagement einiger Aktiver   geben Mut zu einer positiven Wende auch in der kulturellen Entwicklung   dieses sch\u00f6nen Ortes. ( N.M.Februar 2014) <\/p>\n\n\n\n<div class=\"is-layout-flow wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<p><\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Waltersdorf &#8211; alter Ort mit neuem Flair Waltersdorf liegt im unteren Bereich der sogenannten \u201eT\u00e4lerd\u00f6rfer&#8220; und befindet sich innerhalb des gleichnamigen Landschaftsschutzgebietes. Mit seinem bis an den Ortsrand reichenden Waldbestand, durchflossen von der Roda, und. seinem gepflegten Erscheinungsbild z\u00e4hlt es zu den sch\u00f6nsten D\u00f6rfern der Verwaltungsgemeinschaft. Innerhalb der Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft \u201eH\u00fcgelland\/T\u00e4ler&#8220; z\u00e4hlt Waltersdorf mit 205 Einwohnern (Stand 01.01.2002) zu den eher kleinen Orten, obwohl Meusebach (96 Einwohner) oder Kleinbockedra (47 Einwohner) wesentlich kleinere Gemeinden sind. Wichtiger als diese absoluten&#8230;<\/p>\n<p class=\"read-more\"><a class=\"btn btn-default\" href=\"https:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/?page_id=273\">Weiterlesen<span class=\"screen-reader-text\"> Weiterlesen<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":212,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"templates\/template-no-sidebar.php","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/273"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=273"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/273\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":277,"href":"https:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/273\/revisions\/277"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/212"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=273"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}