{"id":209,"date":"2019-12-31T16:30:21","date_gmt":"2019-12-31T16:30:21","guid":{"rendered":"http:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/?page_id=209"},"modified":"2019-12-31T16:30:21","modified_gmt":"2019-12-31T16:30:21","slug":"natur-und-heimatverein-taelerdoerfer-e-v","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/?page_id=209","title":{"rendered":"Natur- und Heimatverein T\u00e4lerd\u00f6rfer e.V."},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.huegelland-taeler.de\/assets\/images\/autogen\/a_Natur_und_HeimatvereinTalerdorfer.gif\" alt=\"Natur und HeimatvereinT\u00e4lerd\u00f6rfer\" width=\"439\" height=\"378\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Als\n im \u201eWendejahr\u201c 1989 der Bau einer Kadaververbrennungsanlage in \nSchwarzbach geplant wurde, gab es in den T\u00e4lerd\u00f6rfern eine Gruppe von \nB\u00fcrgern, die das nicht so einfach hinnehmen wollten. Die Menschen wurden\n mutiger in dieser Zeit des Wandels und leisteten politischen Widerstand\n gegen Ma\u00dfnahmen, die von \u201eoben\u201c herab verordnet wurden. Von Pfarrer \nFranck, K. Bergner, E. Wolf, R. Herold, Ch. Koch, K. Hadasch u. P. Rode \nwurde erstmals eine B\u00fcrgerinitiative in den T\u00e4lerd\u00f6rfern als Verein \ngegr\u00fcndet. Der Erfolg gab den B\u00fcrgern recht und so blieb man in Sachen \nNatur und Umwelt aktiv. Es ging den Leuten von der B\u00fcrgerinitiative \ndarum, die Einwohner der T\u00e4lerd\u00f6rfer f\u00fcr den Schutz der nat\u00fcrlichen \nLebensr\u00e4ume in und um ihren Orten zu sensibilisieren. Spielte doch der \nUmweltschutz in den Zeiten der DDR nicht so eine gro\u00dfe Rolle. <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIn\n den Zeiten der wirtschaftlichen Neuorientierung wollten wir ein \nMitspracherecht wahrnehmen, wobei wir uns nicht als 500%-ige Gr\u00fcne \nsehen, sondern uns dem praktischen Natur- und Umweltschutz verschrieben \nhaben\u201c, erkl\u00e4rt die jetzige Vereinsvorsitzende Regina Nothnagel. W\u00e4hrend\n gerade in der Wendezeit die politischen Aktivit\u00e4ten \u00fcberwogen, sind in \nden folgenden Jahren zus\u00e4tzlich zahlreiche Aktionen und Aktivit\u00e4ten \ndurchgef\u00fchrt worden, bei denen praktischer Naturschutz in den T\u00e4lern \nbetrieben wurde. Durch diese, etwas andere Inhaltsgebung gr\u00fcndete sich \n2007 aus dere B\u00fcrgerinitiative T\u00e4lerd\u00f6rfer der NATUR- UND HEIMATVEREIN \nT\u00c4LERD\u00d6RFER e.V.<\/p>\n\n\n\n<p>In\n den 1990er Jahren engagierte sich der Verein unter anderem f\u00fcr die \nErhaltung der Ahornallee zwischen Waltersdorf und Erdmannsdorf, f\u00fcr die \ngeordnete Deponierung der M\u00fclldeponie Erdmannsdorf, f\u00fcr die Erhaltung \nder Schule in Ottendorf, f\u00fcr eine kontrollierte Wassersituation und \nkeine neuen Brunnen in den T\u00e4lerd\u00f6rfern, sowie f\u00fcr und f\u00fcr einen \nRadwanderweg im Bereich der T\u00e4lerd\u00f6rfer. <\/p>\n\n\n\n<p>Es wurden zahlreiche Pflanzaktionen am Tautendorfer Bach und an der Roda und<\/p>\n\n\n\n<p>am\n Tautendorfer Bach unter dem Motto \u201eRettet die B\u00e4che\u201c. Das Anpflanzen \nvon Erlen zur nat\u00fcrlichen Befestigung des Bachufers und von Ahorn, \nEschen, Linden, Weiden, Hartriegel und Vogelkirsche zur Schaffung einer \nguten Ufervegetation, die auch den V\u00f6geln und anderen Kleinlebewesen \nausreichende Lebensr\u00e4ume bietet war ein wichtiges Vereinsanliegen.&nbsp; In \nden Jahren 1991 bis 1997 fanden die Pflanzungen gemeinsam mit Sch\u00fclern \nder Renthendorfer und Ottendorfer Schule statt. Im Jahr 1998 ein \nWindschutzstreifen in Bremsnitz gepflegt und Im Jahr 2000 erfolgte&nbsp; die \nAnpflanzung von 15 einheimischen, standortgerechten Laubb\u00e4umen am \nBremsnitzer Stausee durchgef\u00fchrt. <\/p>\n\n\n\n<p>In\n den letzten Jahren konzentrierten sich die Vereinsmitglieder bei den \nPflanzaktionen besonders auf die Streuobstwiesen als wertvolle Biotope, \nwelche immer seltener werden und einmal viel mehr die Landschaft der \nT\u00e4lerd\u00f6rfer pr\u00e4gten. Viele ehemalige Obstbaumbest\u00e4nde sind verschwunden,\n eine Tendenz, welche die Naturfreunde um Frau Nothnagel mit \nErsatzpflanzungen auf der Lippersdorfer Pfarrwiese und auf Grundst\u00fccken \nin Eineborn, Lippersdorf und Bremsnitz aufhalten wollten. \u201eGern w\u00fcrden \nwir als Verein eine Streuobstwiese&nbsp; oder erneuern helfen\u201c, verr\u00e4t Regina\n Nothnagel ihren Traum \u201eEs w\u00e4re sch\u00f6n, wenn uns Gemeinde-, Kirchen- oder\n auch Privatgrundst\u00fccke zu Ersatzpflanzungen mit Hochst\u00e4mmen \neinhaimischer Obstarten zur Verf\u00fcgung gestellt werden k\u00f6nnten. \u00dcber die \nPflege- und Nutzungsmodalit\u00e4ten k\u00f6nnte man sich sicherlich einigen.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir\n wollen als Verein nicht nur durch Vortr\u00e4ge und Informationen auf die \nWichtigkeit des Natur- und Umweltschutz hinweisen, sondern auch selbst \npraktisch etwas daf\u00fcr tun\u201c, nennt Frau Nothnagel die Arbeitsweise ihres \nVereins. <\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb\n widmen sich Vereinsmitglieder seit 2002 jedes Fr\u00fchjahr dem Aufbau und \nder wochenlangen t\u00e4glichen Betreuung des Kr\u00f6tenzauns zwischen \nErdmannsdorf und&nbsp; Lippersdorf (500m). Besonders H. Krasper, Ch. Bertram \nund R. B\u00f6ttger sind dabei aktiv. <\/p>\n\n\n\n<p>Doch\n auch um Traditionen und Geschichte der T\u00e4lerd\u00f6rfer&nbsp; wird sich im Verein\n gek\u00fcmmert. Vereinsmitglied Klaus Bergner aus Renthendorf hat mit der \nHerausgabe seiner Heimatb\u00fccher \u00fcber mehrere T\u00e4lergemeinden daf\u00fcr \ngesorgt, dass Br\u00e4uche, Sagen und Geschichten nicht verlorengehen. Mit \ngro\u00dfem Interesse wurden in Kleinebersdorf, Ottendorf, \nLippersdorf-Erdmannsdorf, Eineborn und erst k\u00fcrzlich in Tautendorf die \nB\u00fccher mit Ortsgeschichte und Geschichten in Empfang genommen. <\/p>\n\n\n\n<p>Einen\n Namen hat sich der r\u00fchrige Verein auch durch die Bauernhofkalender, die\n 2002, 2004, 2006 und 2008 herausgegeben wurden. Von Pfarrer Franc, \nKerstin Hadasch und Regina Herold wurden die Originalhofbilder von Anton\n Hahn und Sohn aus den 1920er Jahren zusammengetragen und f\u00fcr die \nKalender vervielf\u00e4ltigt. Stolz wurden die Bilder von den Hofbesitzern \nwieder an repr\u00e4sentativen Stellen ihrer Geb\u00e4ude aufgeh\u00e4ngt, und sie \ntragen sicherlich zur f\u00fcrsorglichen Erhaltung der Geb\u00e4ude bei. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber\n auch Vortr\u00e4ge und Ausstellungen zu verschiedensten Themen, die f\u00fcr alle\n Interessenten offen stehen, wurden bzw. werden vom Natur- und \nHeimatverein der T\u00e4lerd\u00f6rfer durchgef\u00fchrt. Die Baumausstellung mit Fotos\n der Vereinsmitglieder ist wieder im Ausstellungsgeb\u00e4ude in Eineborn Nr.\n 21 zu sehen und war als Wanderausstellung bereits zum M\u00fchlenfest in \nSch\u00f6nborn, in der Brehmscheune, zur 725-Jahr-Feier in Eineborn, in der \nKleinebersdorfer Kirche , in der Hellborner Kirche zur \nVogelstimmenwanderung, im Museum Alte Suptur in Stadtroda sowie im \nSchloss Heukewalde zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Im\n Jahr 2002 wurde ein Vortrag \u00fcber Bodendenkmale der Region und 2006 ein \nVortrag \u00fcber alte Apfelsorten mit dem deutschlandweit bekannten \nPomologen Dr. Werner Schuricht aus Jena durchgef\u00fchrt, wo man seine \neigenen unbekannten Apfelsorten bestimmen lassen konnte. <\/p>\n\n\n\n<p>Mit\n seinem Vortrag \u201eKulturlandschaft T\u00e4lerd\u00f6rfer\u201c war im Jahr 2007 Herr \nSchindewolf zu Gast in der Brehmscheune und in diesem&nbsp; Jahr am 21. \nOktober 2008 um 19.00 Uhr ist&nbsp; mit Herrn Klaus Schirmer als Amtsleiter \nder Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde eine Gespr\u00e4chsrunde gemeinsam mit dem \nF\u00f6rderkreis Brehm e.V. geplant. Es geht dabei um die \nMitwirkungsm\u00f6glichkeiten der B\u00fcrger bei der Umsetzung der Gesetzgebungen\n auf den Gebieten des Gew\u00e4sser- und Umweltschutzes,&nbsp; des Naturschutzes&nbsp; \nund Abfallwirtschaft. Selbstverst\u00e4ndlich sind dazu auch interessierte \nB\u00fcrger aus dem \u201eH\u00fcgellandbereich\u201c unserer Verwaltungsgemeinschaft \neingeladen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit\n vielf\u00e4ltigen Vortr\u00e4gen und praktischem Naturschutz m\u00f6chte der Verein \ndazu beitragen, dass die sich immer mehr Einwohner der T\u00e4lerd\u00f6rfer der \nSch\u00f6nheit ihrer Lebensumgebung bewusst werden und sich f\u00fcr die Erhaltung\n der letzten Reste naturbelassener Landschaft einsetzen. Das ist auch \nschon mit kleinen Dingen m\u00f6glich, wie zum Beispiel&nbsp; Nistk\u00e4sten, die von \nSch\u00fclern der T\u00e4lerschule Lippersdorf im Bremsnitzer Windschutzstreifen \nangebracht wurden. Auch alte B\u00e4ume sollten unseren Schutz genie\u00dfen, die \nzur Sicherheit sachkundig ausgeschnitten werden k\u00f6nnen und nicht gleich \nimmer gleich weg m\u00fcssen. Die Vereinsmitglieder haben mit dem Buchautor \nWolfram Voigt (\u201eDie \u00e4ltesten B\u00e4ume des SHK und Jenas\u201c) eine \nbeeindruckende Wanderung um Schk\u00f6len durchgef\u00fchrt. <\/p>\n\n\n\n<p>Der\n Natur- und Heimatverein e.V. hat zur Zeit 25 aktive Mitglieder und \nw\u00fcrde sich sehr \u00fcber weitere Mitstreiter freuen. (Kontakte \u00fcber Tel.: \n036426\/50095, Nothnagel, Bremsnitz)<\/p>\n\n\n\n<p>Regina Nothnagel (2008)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als im \u201eWendejahr\u201c 1989 der Bau einer Kadaververbrennungsanlage in Schwarzbach geplant wurde, gab es in den T\u00e4lerd\u00f6rfern eine Gruppe von B\u00fcrgern, die das nicht so einfach hinnehmen wollten. 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