{"id":198,"date":"2019-12-31T16:10:47","date_gmt":"2019-12-31T16:10:47","guid":{"rendered":"http:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/?page_id=198"},"modified":"2020-02-14T08:35:13","modified_gmt":"2020-02-14T08:35:13","slug":"ortsgeschichte-bremsnitz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gemeinden.huegelland-taeler.de\/?page_id=198","title":{"rendered":"Ortsgeschichte Bremsnitz"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\"> Der  Ort Bremsnitz geh\u00f6rt zu den D\u00f6rfern, die sich in den sogenannten   Seitent\u00e4lern befinden, zu denen man gelangt, wenn man an der T\u00e4lerlinde   zwischen Erdmannsdorf und Lippersdorf in Richtung Wei\u00dfbach abbiegt. So   wie wir am Ortseingang von Wei\u00dfbach in Richtung Westen &nbsp;nach  Rattelsdorf  gelangen, so finden wir am Ortsausgang von Wei\u00dfbach einen  Abzweig nach  Westen, der uns nach Bremsnitz f\u00fchrt.<br>Die  Gemeinde liegt in einem von  bewaldeten H\u00fcgeln umschlossenem Tal,  welches sich von S\u00fcdwesten nach  Nordosten ausdehnt. Es wird von einem  Bach durchflossen, der oberhalb  des Dorfes aus mehreren Quellen  entsteht und sich in Wei\u00dfbach in den aus  Richtung Karlsdorf kommenden  Dorfbach flie\u00dft.                                                          \u201eDie  Felder liegen meist an Bergh\u00e4ngen und sind bei Gewitterregen  gro\u00dfen  Verheerungen ausgesetzt. Der Boden ist sandig und nur bei sehr  g\u00fcnstiger  Witterung ertragsreich. Im allgemeinen ist der Ackerbau  beschwerlich  und m\u00fchevoll und gibt verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenig Gewinn\u201c,  berichtet L\u00f6be 1891  in \u201eGeschichte der Kirchen und Schulen des  Herzogthums  Sachsen-Altenburg\u201c. Zu dieser Zeit grenzte die Bremsnitzer  Flur s\u00fcdlich  und s\u00fcdwestlich an das Gro\u00dfherzogtum Weimar,&nbsp;heute liegt  Bremsnitz in  direkter Nachbarschaft zum Saale-Orla-Kreis. <br>Der  slawische Name  des Dorfes wird 1447 Bremsnicz, 1450 Brempfenitz und  1516 Brensnicz  geschrieben. Im Jahre 1450 hatte die Gemeinde Bremsnitz  Erbzinsen in das  Amt Leuchtenburg zu zahlen hatte und bis zu  Requirierung der  Klosterg\u00fcter im Jahre 1521 besa\u00df das Nonnenkloster in  Roda neben dem  Patronatsrecht G\u00fcter und Zinsen in Bremsnitz.                                                          <br>&nbsp;Der  Gemeinde wurde 1527  das Recht einger\u00e4umt, das von ihrer Gerste bebraute  Bier, aber nur  solches, in ihrem Dorfe oder au\u00dferhalb desselben auch zu  verkaufen.                                                         <br>Im  Jahre 1543  verkaufte Kurf\u00fcrst Johann Friedrich neben anderen  T\u00e4lerd\u00f6rfern auch  Bremsnitz an Hans, Apel und Kunz von Meusebach. Die  hiesigen Bauern  hatten, wenn auf dem Schlosse in Roda oder an anderen  Amtsgeb\u00e4uden  etwas gebaut oder ausgebessert wurde und ebenso bei  Wolfsjagden mit  Pferden oder mit der Hand zu fronen.                                                           &nbsp;<br>Im  14. Dezember 1708 brannte Hans Kochs nebst  St\u00e4llen und am 6. Dezember  1735 Paul Fuchsens Haus, am 10. Mai 1758 das  Darrhaus, am 25. Dezember  1759 Christian Pohlands Haus und am 21.  Februar 1798 brannte Joh.  Michael Bauers Haus nebst allen  Wirtschaftsgeb\u00e4uden ab.                                                         <br> Ein starker Gewitterregen \u00fcberflutete am 22. Mai 1798 das untere  Dorf.           <br>                                              &nbsp;<br>Am  2.  Oktober 1809 kamen s\u00e4mtliche 46 Bauernweiber in die Amtsfronfeste in   Roda in Arrest, weil sie die K\u00fche \u00fcber einen bes\u00e4ten Schlag getrieben   hatten. Hagel und Gewitterg\u00fcsse richteten am 12. Mai 1962 gro\u00dfen Schaden   an, am 7. Dezember 1868 verursachte ein Sturmwind besonders in den   W\u00e4ldern bedeutende Verheerungen und am 5. Mai 1871 wurden durch gro\u00dfes   Wasser fast alle Br\u00fccken im Dorfe weggerissen.                                                          <br>Auf  Veranlassung des Superintendenten  Sagitarius wurde 1655 eine Schule in  Bremsnitz gegr\u00fcndet. Zu Errichtung  eines Schulgeb\u00e4udes wurde ein  unterhalb des Dorfes gelegener Garten  gekauft und 1665 auf Kosten des  damaligen Rittergutsbesitzers Liebmann  von Meusebach die Schule gebaut.  Da es in ihren D\u00f6rfern noch keine  Schule gab, wurde den Kindern in  Karlsdorf und Rattelsdorf der Besuch  der Bremsnitzer Schule befohlen.                                                         <br><br> Das  Schulhaus wurde dann 1772 in der heutigen Form  gebaut, 1857 mit einem  Anbau versehen und 1866 nochmals erneuert. Die  Schule war um die  Jahrhundertwende Halbtagsschule, die im Jahre 1842  von 61 Kindern und  1888 von 49 Kindern besucht wurde. Nachdem im Jahre  1948 noch \u00fcber  hundert Kinder aus Bremsnitz schulpflichtig waren,  schloss die  Bremsnitzer Schule 1960 ihre Pforten.                                                           In  dem ehemaligen Schulgeb\u00e4ude  befand sich bis 1989 eine Arztpraxis und  1991 wurde das Geb\u00e4ude an den  Verein Sch\u00fclerhaus Bremsnitz e. V.  verkauft, der es als Schullandheim  f\u00fcr die Jenaplan- und  Grete-Unrein-Schule genutzt hat.                                                          <br>Leider  mu\u00dfte das Geb\u00e4ude wegen  brandschutztechnischen Auflagen geschlossen  werden. Lediglich die  Verkaufsstelle, die aus dem ehemaligen Konsum  hervorging, ist noch im  Geb\u00e4ude ans\u00e4ssig und versorgt die Einwohner von  Bremsnitz mit  Lebensmitteln.                                                          &nbsp;<br><br>An  Einwohnern z\u00e4hlte Bremsnitz im Jahre 1684 erst 161, sp\u00e4ter im Jahre   1842 dann 342 in 59 H\u00e4usern und 63 Familien. W\u00e4hrend sich die   Einwohnerzahl im Jahre 1880 auf 286 verminderte, gab es 1885 wieder 296   Einwohner, welche 61 Wohnh\u00e4user besa\u00dfen und in 64 Haushalten lebten.   Nach dem II. Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl \u00fcber die 300, derzeit   leben 150 Einwohner in Bremsnitz.                                                          &nbsp;<br><br>Die  Einwohner hatten zum Teil bedeutende  Holzbesitzungen; ihre  Hauptbesch\u00e4ftigungen bildeten um 1900 Ackerbau  und Holzwirtschaft. Es  befanden sich aber auch Handwerker in Bremsnitz:  Schuhmacher, Schneider,  Maurer, Zimmerleute, Leineweber, ein Schmied,  einen Fleischer und  einige viel besch\u00e4ftigte Fuhrleute. W\u00e4hrend der  DDR-Zeiten arbeiteten  viele Bremsnitzer in den Keramischen Werken in  Hermsdorf und anderen  Betrieben, sowie in der LPG. Diese war als LPG  \u201eGr\u00fcnes Tal\u201c von 1960 bis  1973 eigenst\u00e4ndig und vereinigte sich dann  mit der Landwirtschaftlichen  Produktionsgesellschaft in Wei\u00dfbach. Es  wurde 1973 ein neuer Kuhstall  gebaut, in dem 173 K\u00fche standen. Dieser  wurde 1995 auf moderne  Computertechnik umgestellt, derzeit aber nur  noch im Winter genutzt. Da  die Tiere den ganzen Sommer \u00fcber auf der  Weide verbringen.                                                          &nbsp;<br><br>Am  \u00f6stlichen Ende des Dorfes, hinter der Pfarrei hoch gelegen  befindet  sich die Bremsnitzer Kirche. Sie wurde 1787 g\u00e4nzlich neu  erbaut, wobei  sich die Gutsbesitzer Joh. Georg Franke, Joh. Friedrich  und Johann  Michael Schmidt an den Baukosten beteiligten. Nachdem am 25.  Mai 1830  ein Blitz in den Kirchturm einschlug und besonders die Orgel   besch\u00e4digte, erfuhr das Gotteshaus zur Feier des hundertj\u00e4hrigen   Jubil\u00e4ums 1887 eine umfassende Reparatur. Bei dieser wurden das Innere   angestrichen, die Orgel repariert, welche 1800 von Christian Poppe aus   Roda gebaut wurde. Auf Kosten des Rentners Gottw. Schmidt wurde1887 die   Turmfahne nebst Knauf und die Ziffern der Uhr neu hergestellt bzw.   vergoldet. Knapp hundert Jahre sp\u00e4ter wurde 1978 der Turmknopf erneuert   und vergoldet, sowie der Turm neu beschiefert.                                                           &nbsp;Im  Turm der Kirche hingen 1895 drei  Glocken von nicht&nbsp; unbedeutender Gr\u00f6\u00dfe  und harmonischem Klange. Die  Gr\u00f6\u00dfte davon ist zugleich die \u00c4lteste und  tr\u00e4gt die Jahreszahl 1475. So  zumindest berichtet es 1891 L\u00f6be. Die  mittlere Glocke wurde 1780 in  Apolda gegossen und die Kleinste wurde,  nachdem sie gesprungen war, im  Jahre 1830 umgegossen.                                                         <br><br> Da  die kleinste im II. Weltkrieg abgeliefert werden musste, lie\u00df  der  Bremsnitzer Martin Hempel in den 1960er Jahren wieder eine dritte  Glocke  auf eigene Rechnung anfertigen. Doch mit 3 Glocken mussten auch 3   M\u00e4nner t\u00e4glich zum L\u00e4uten gehen. Da dies zu aufw\u00e4ndig erschien, wurde  im  Dorf gesammelt und seit dieser Zeit werden die Kirchenglocken in   Bremsnitz elektrisch drei Mal t\u00e4glich gel\u00e4utet.                                                          &nbsp;Zur  Kirche geh\u00f6rte das Pfarrholz,  welches aus drei St\u00fccken bestand (das  Pfaffenholz, der M\u00f6nchsberg und  der Roderberg). Es stand dem Pfarrer zu,  wobei aber 1533 festgelegt  wurde, dass es nur zu seiner \u201eNothdurft zu  gebrauchen und er nichts  davon zu verkaufen solle\u201c.                                                         <br><br> Im  Jahre 1529 hatten sich Bauern aus Bremsnitz&nbsp; sich  allerdings \u201eEingriffe  in dasselbe unterstanden\u201c und noch 1554 beklagte  sich der Pfarrer, dass  ihm die Bauern das Pfarrholz abhauten, weshalb  er den Sch\u00f6sser  angewiesen wurde, eingetretenen Falls die geb\u00fchrende  Strafe zu  verh\u00e4ngen.                                                          &nbsp;Das  Pfarrhaus neben der Kirche wurde 1769 erbaut, 1876 wurde der  Ostgiebel  massiv errichtet und 1883 und 1884 wurden umfangreiche  Reparaturen in  ihm vorgenommen.                                                           <br><br>Bis  1945 war das Pfarrhaus auch vom Ortspfarrer  bewohnt, nach Kriegsende  kamen darin viele Umsiedler unter und sp\u00e4ter  wurde es dann von der  Landeskirche verkauft. Bis 1989 befand sich aber  im Pfarrhaus noch ein  Gemeinderaum, der w\u00e4hrend des Winters f\u00fcr  Gottesdienste genutzt wurde,  bis dann 1989 eine sogenannte Winterkirche  in die Bremsnitzer Kirche  eingebaut wurde. Diese kann nun w\u00e4hrend der  Wintermonate f\u00fcr den  Gottesdienst genutzt werden.                                                           <br>\u00dcber  die T\u00e4lerdorfer hinaus bekannt  sein d\u00fcrfte der Stausee Bremsnitz,  welcher 1978 oberhalb des Dorfes  angelegt wurde, um f\u00fcr die auf dem  benachbarten H\u00fcgel befindliche  Forstbaumschule eine ausreichende  Bew\u00e4sserung zu erm\u00f6glichen. Seit  geraumer Zeit ist der Stausee  (verbotenerweise) als Badesee beliebt und  wird derzeit an den  Anglerverband verpachtet.                                                          <br>&nbsp;Im  Jahre 1979 weihten die Bremsnitzer  Einwohner ihr neues Gemeindehaus  ein, welches ganz ohne Baufirmen in  Eigenleistung errichtet wurde. Ein  Versammlungsraum, der auch f\u00fcr  Privatfeiern zur Verf\u00fcgung steht, ein  Jugendzimmer und das Gemeindeb\u00fcro  sind seit dem in dem Geb\u00e4ude  untergebracht.                                                           Ganz  besonders viele Bauma\u00dfnahmen zur  Versch\u00f6nerung des Dorfes konnten von  1998 bis 2000 im Rahmen des  F\u00f6rderprogramms der Dorferneuerung&nbsp;  durchgef\u00fchrt werden. Viele  Hausbesitzer erneuerten D\u00e4cher, Fenster und  Fassaden. Die Gemeinde  konnte die Oberfl\u00e4che der Ortsstra\u00dfe in 2  Bauabschnitten erneuern und  den ehemaligen Lagerschuppen an der  Buswendeschleife sanieren. Seit  2002 hat Bremsnitz eine eigenst\u00e4ndige  Wasserversorgung mit  rechtskr\u00e4ftigen Satzungen. Die M\u00f6glichkeit der  Nutzung der eigenen  Quelle zur Versorgung der Einwohner erfolgte bis  2006 durch Nutzung des  nat\u00fcrlichen Gef\u00e4lles und wird seit dem mittels  Druckerh\u00f6hungsstation  unterst\u00fctzt.                                                          <br><br>Ein  ganz besonderes Schmuckst\u00fcck in Bremsnitz ist, neben vielen  anderen  sch\u00f6nen Fachwerkh\u00e4usern, der Magdalenenhof. Der romantische  Fachwerkhof  mit seinem \u201eLaubengang, der zum Verweilen einl\u00e4dt und  2&nbsp;Ferienwohnungen,  die Sie in vergangene Zeiten, in die Zeiten Ihrer  Eltern und Gro\u00dfeltern  versetzen l\u00e4sst\u201c, verspricht er dem Urlauber ein  ganz besonders  Erlebnis in Bremsnitz. Der Vater der \u201eNamenspatronin\u201c  Magdalene war im  \u00fcbrigen jener Martin Hempel, der die dritte Glocke  gestiftet hat.                                                          Neben  der Verkaufsstelle, einer Autowerkstatt, einem Getr\u00e4nkehandel und  der  Baumschule, gibt es in Bremsnitz noch andere Gewerbetreibende wie  einen  selbstst\u00e4ndigen Kurierfahrer und einen hauptberuflichen Musiker,  der  auch gleichzeitig B\u00fcrgermeister ist.                     <br>Wer  lange nicht in Bremsnitz war, der wird  staunen, welch schmuckes  T\u00e4lerdorf sich im S\u00fcden unserer  Verwaltungsgemeinschaft befindet.                                                          <br>T.S. (Januar 2007)                 <\/p>\n\n\n\n<p><strong>In Bremsnitz nachgeschaut <\/strong> (2012)<br>Wer  die Gemeinde Bremsnitz besucht, dem werden die vielen  leuchtenden  H\u00e4userfassaden und die zahlreichen, mit viel Liebe  sanierten  Fachwerkh\u00e4user und Natursteinmauern auffallen. Mit viel Flei\u00df  und  sicherlich nicht nur finfanziellem Einsatz bem\u00fchen sich die  Einwohner,  ihre Geh\u00f6fte zu erhalten und zu versch\u00f6nern.&nbsp; Bl\u00fchende  Blumen in den  gepflegten Vorg\u00e4rten erg\u00e4nzen das&nbsp; idyllische Ortsbild. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch\n  B\u00fcrgermeister Tino Fuchs bescheinigt seinen Einwohnern, dass sie in \nden  letzten Jahren gro\u00dfe Anstrengungen unternommen haben, ihre H\u00f6fe und\n  H\u00e4user zu sanieren bzw. zu erhalten. Als besonders gut gelungene  \nSanierung nennt der B\u00fcrgermeister die ehemalige Schule. Ihre sch\u00f6ne  \nFassade wurde trotz kompletten Umbaus von einem Schullandheim zu einem  \nWohnhaus, unter der Beachtung der heutigen baurechtlichen Forderungen,  \nz. B. die&nbsp; W\u00e4rmed\u00e4mmung betreffend, erhalten und erfreut gleich am  \nAnfang des Dorfes den Besucher.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIn\n unserem Dorf gibt es keinen  Leerstand an Wohngeb\u00e4uden, das letzte Haus\n wurde im vorigen Jahr  verkauft\u201c, freut sich B\u00fcrgermeister Fuchs. Da \nsich die Zahl der Kinder  und Jugendlichen in der Gemeinde \nerfreulicherweise&nbsp; wieder erh\u00f6ht hat,  war es nur logisch, dass die \nGemeinde Bremsnitz die Modernisierung ihres  alten und nur mit wenigen \n\u201eantiken\u201c Spielger\u00e4ten versehenen  Spielplatzes sanierten. Dank dem \nbesondere Einsatz von Frau Eberhardt,  die in der VG f\u00fcr die Bearbeitung\n der Antr\u00e4ge verantwortlich war, wurde  dies im Rahmen des \nKonjunkturpaketes II im Jahr 2011 m\u00f6glich, erw\u00e4hnt&nbsp;  B\u00fcrgeremeister \nFuchs den nicht ganz einfachen Weg zum neuen  Kindertreffpunkt, der von \nden j\u00fcngsten Bremsnitzern auch rege genutzt  wird.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEine\n weitere Investition der Gemeinde war im vergangenen  Jahr die Sanierung\n einer Br\u00fccke, die wegen der Bauf\u00e4lligkeit des  Bauwerkes notwendig&nbsp; \nwurde und am Dorfende wurde eine neue Laterne zur  Stra\u00dfenbeleuchtung \naufgestellt\u201c, beschreibt&nbsp; Tino Fuchs die  Investitionen der Gemeinde \nBremsnitz im vergangenen Jahr. Eine weitere  Errungenschaft ist f\u00fcr \nBremsnitz eine schnelle DSL-Internetverbindung,  die seit Mitte 2011 von\n den Bremsnitzern genutzt werden kann.&nbsp; <br>Au\u00dferdem\n  war die Sanierung der Buswendestelle geplant. Doch die allgemeinhin  \nangespannte Haushaltslage der Kommunen hat auch die Gemeinde Bremsnitz  \nbetroffen. Die Gemeinder\u00e4te entschlossen sich lieber dazu, keine  \nSchulden zu machen und verschoben die Ma\u00dfnahme. Realisiert werden konnte\n  daf\u00fcr die Sanierung des Jugendzimmers im Gemeindehaus. Dieses kann  \njetzt mit gemietet werden. Gerade f\u00fcr die Ausrichtung verschiedenster  \nJubil\u00e4en und Familienfeiern wird das Bremsnitzer Geb\u00e4ude von den B\u00fcrgern\n  gern genutzt.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p>Auch\n das kulturelle Leben in der Gemeinde findet  unter der Federf\u00fchrung der\n Gemeinde statt. Neben dem traditionellen  Hexenfeuer am 30. April \nfindet im Sommer ein Dorffest statt, welches  sich in den letzten Jahren\n immer weiter entwickelt hat. Dieses ist bei  den Bremsnitzern und ihren\n G\u00e4sten aus den Nachbard\u00f6rfern sehr beliebt.  Bei der Organisation wird \ndie Gemeinde von vielen r\u00fchrigen Einwohnern  unterst\u00fctzt. Besonders \nerw\u00e4hnen m\u00f6chte B\u00fcrgermeister Tino Fuchs hierbei  Birgit Fischer, Anja \nFreitag und Juliane Fuchs, die sich in den letzten  Jahren an die Spitze\n des Vorbereitungskommitees stellten.<\/p>\n\n\n\n<p>In\n  diesem Jahr findet das Bremsnitzer Dorffest am 28. und 29. Juli statt.\n  Am Samstag findet ab 19 Uhr ein Tanzabend statt und am Sonntag, dem \n29.  7. wird ab 14 Uhr auf dem Dorfplatz rund um die Wendeschleife \ngefeiert.  Als kulturelle H\u00f6hepunkte sind ein Auftritt des T\u00e4lerchores \nund  musikalische Untermalung durch die Stadtbummler aus&nbsp; Stadtroda&nbsp; \ngeplant.  Nat\u00fcrlich wird es auch wieder Kinderanimation und eine Tombola\n geben.  Die Preise f\u00fcr diese werden wie in jedem Jahr von den \nEinwohnern und von  Firmen aus Bremsnitz und Umgebung gesponsert und \nerfreuen sich bestimmt  auch wieder gro\u00dfer Beliebtheit. F\u00fcr die \nVersorgung mit Kaffee und  hausgebackenem Kuchen sorgen in bew\u00e4hrter \nWeise wieder die Bremsnitzer  Frauen. <\/p>\n\n\n\n<p>Neben\n dem Dorffest ist der j\u00e4hrliche Waldgottesdienst  ein H\u00f6hepunkt f\u00fcr \nBremsnitz und die T\u00e4lerd\u00f6rfer.&nbsp; Am 2. September 2012  l\u00e4dt die \nKirchgemeinde um 10 Uhr wieder in den Wald hinter dem Stausee  ein.&nbsp; <br>Wenn\n im Dezember die traditionelle Weihnachtsfeier der  Senioren von \nBremsnitz im Gemeindehaus&nbsp; stattfindet, wird es sicherlich  wieder viel \nvom vergangenem Jahr im Seitent\u00e4lerdorf Bremsnitz zu  erz\u00e4hlen geben. \n(T.S. Juli 2012)\n\n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>In Bremsnitz nachgeschaut <\/strong>(2018)<br>Die kleine Gemeinde in den Seitent\u00e4lern wurde im Jahr 2012 das letzte mal unter die Lupe genommen. Jetzt ist es an der Zeit, die Entwicklung des Ortes in den zur\u00fcckliegenden Jahren zu betrachten. Gleich vorweg meint B\u00fcrgermeister Tino Fuchs \u201eviel Gro\u00dfes ist seither nicht geschehen. Wir haben als kleine Gemeinde gar nicht den finanziellen Spielraum,<br>Gro\u00dfes zu bew\u00e4ltigen. <br>Es sind die kleinen Dinge, die das Dorf am Leben halten und Ver\u00e4nderungen herbei f\u00fchren\u201c.<br>Tino Fuchs ist \u00fcbrigens bereits seit dem 1. Oktober 1992 als B\u00fcrgermeister in der Gemeinde t\u00e4tig \u2013 feierte somit im Herbst die Silberhochzeit als Gemeinde-Chef, und h\u00e4tte damit im Grunde genommen einiges zu erz\u00e4hlen. Vieles jedoch<br>erachtet er als nicht so pr\u00e4gnant, dass es erw\u00e4hnt werden m\u00fcsste. Stolz ist er dennoch darauf, in den zur\u00fcckliegenden 25 Jahren das Geschehen im Ort ma\u00dfgeblich mitbestimmt zu haben. \u201eDazu geh\u00f6re aber nicht nur ich. Es ist der Gemeinderat,<br>es sind einzelne B\u00fcrger, die sich zum Gemeinwohl mit einbringen\u201c. Egal, ob es die beiden Arbeitseins\u00e4tze<br>im Fr\u00fchjahr und Herbst \u2013 hier sind Arbeiten am Bach oder dem dazugeh\u00f6rigen Gel\u00e4nder jeweils vorrangig \u2013 oder das Dorffest, welches organisiert werden muss. In diesen F\u00e4llen kann sich der B\u00fcrgermeister auf die Bremsnitzer verlassen.<br>Bereits 2015 stellte die Gemeinde die Dorfbeleuchtung auf energiesparende LED um und senkte so die Kosten des Gemeindehaushaltes, tat zugleich etwas f\u00fcr die Umwelt. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Stra\u00dfe in Richtung Stanau ist nun bis zur Baumschule ordentlich befahrbar, wurde bis auf ein kleines St\u00fcck asphaltiert. Das Gemeindehaus unterzogen die Bremsnitzer ebenfalls einer Kur. Die erfolgten Maler- und Elektrikerarbeiten sind nunmehr abgeschlossen und lassen das Innere des Hauses in neuem Glanz erstrahlen. Ebenso in die Kur kam das Gemeindeb\u00fcro, welches sich im gleichen Geb\u00e4ude befindet. Dass hierbei etliches an Eigenleistungen erbracht wurde, versteht sich von selbst. Kurz vor dem Jahreswechsel ersetzte die Gemeinde noch das Gel\u00e4nder am Eingang des Gemeindehauses, ein neues Edelstahlgel\u00e4nder wurde von einer ans\u00e4ssigen Firma montiert. \u201eJetzt entf\u00e4llt das Streichen bzw. \u00e4hnlich gelagerte Arbeiten, welche in den zur\u00fcckliegenden Jahren immer wieder anfielen\u201c, berichtet Silvio Heyer,<br>der seit September als Stellvertreter von Tino Fuchs agiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der B\u00fcrgermeister bedankte sich an dieser Stelle auch recht herzlich bei Dietmar Hempel, der sehr viele Jahre als Erster<br>Beigeordneter sehr gute Arbeit geleistet hat. Das Amt des Stellvertreters hat er aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden abgegeben, bleibt   aber zur Freude des B\u00fcrgermeisters auch weiterhin noch im Gemeinderat.   Angedacht ist, in diesem Jahr die Innenbeleuchtung des Gemeindehauses   ebenfalls auf LED umzustellen. Entsprechende F\u00f6rderma\u00dfnahmen sollen   hierzu genutzt werden. Gleichfalls<br>in der Planung f\u00fcr 2018 ist eine Abflusslose Kl\u00e4rgrube f\u00fcr das Gemeindehaus. Diese wird seit Jahren von den Beh\u00f6rden gefordert. <\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen ist auf dem gemeindeeigenen Friedhof die M\u00f6glichkeit geschaffen worden, sich auf der \u201egr\u00fcnen<br>Wiese\u201c bestatten zu lassen. Ein Steinkreuz ist errichtet. \u201eDas ist ein Trend, den wir einfach mitgehen m\u00fcssen\u201c, sagt Tino Fuchs. <\/p>\n\n\n\n<p>Stolz ist er darauf, dass das Hexenfeuer und das Dorffest immer wieder gut angenommen werden. Seit einiger Zeit sind das Dorffest und der Waldgottesdienst auf einen Termin gelegt, so dass mancher Besucher nicht nur zum Mittagessen im Ort bleibt, sondern zugleich das Dorffest im Anschluss besucht. Hier hebt er vor allem Birgit Fischer hervor, die sich besonders in die Organisation des Festes hinein kniet. \u201eDas Fest ist zwar theoretisch mit Open End geplant, doch da es jeweils an einem Sonntag stattfindet, muss am Abend oder in der Nacht alles wieder aufger\u00e4umt werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Die   Wendeschleife wird am Folgetag f\u00fcr den Schulbus ben\u00f6tigt. Doch das   klappt bei uns immer sehr gut. Alle packen mit an, so dass hier alles glatt l\u00e4uft\u201c, lobt Tino Fuchs alle Helfer. An diesem Tag sind beinahe alle der rund 130 Einwohner des Dorfes auf den Beinen, in irgend einer Form in das Geschehen integriert. Gleichfalls lobend erw\u00e4hnt er den Gemeindearbeiter Hartmut Thiele, der auf Stundenbasis in der Gemeinde die anfallenden Arbeiten sehr engagiert erledigt. <\/p>\n\n\n\n<p>Sogar   ein kleines Museum kann Bremsnitz vorweisen: Im Magdalenenhof von   Regina Nothnagel sind zahlreiche geschichtstr\u00e4chtige Dinge zu bewundern.   Auch \u00dcbernachtungen sind dort m\u00f6glich, berichtet der B\u00fcrgermeister  stolz. Dieser Bauernhof ist durchaus einen Besuch wert, vermerkt er weiter. <\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso wie in den meisten anderen Orten der Verwaltungsgemeinschaft ist auch im Bremsnitzer Haushalt der Posten f\u00fcr die Kindergartenausgaben der gr\u00f6\u00dfte zu bew\u00e4ltigende Brocken. Einerseits sind<br>wir froh, dass wir auch immer wieder kleine Kinder im Ort haben, so die Altersstruktur breit gef\u00e4chert ist, andererseits fehlt eben das Geld an anderer Stelle. Dennoch ist die Gemeinde schuldenfrei. \u201eWir haben keinen Wohnungs- oder Hausleerstand. Ein neues Eigenheim wird derzeit errichtet. Somit passt das Gef\u00fcge im Ort recht gut. Die Einwohner sind immer bem\u00fcht, ihre H\u00e4user in Schuss zu halten. <\/p>\n\n\n\n<p>Womit das Bild der Gemeinde \u00fcberzeugen kann\u201c. Eines wollen sich die Bremsnitzer nicht nehmen lassen: die eigene Rentnerweihnachtsfeier. Es war der mehrheitliche Wunsch der \u00e4lteren Einwohner, dass wir diese Feier im Ort durchf\u00fchren. Da wir mit dem Gemeindehaus die M\u00f6glichkeit dazu haben, nutzen wir<br>die Chance auch. <\/p>\n\n\n\n<p>Somit ist im gesamten Ort eine stetig positive Entwicklung zu vermerken, welche zwar keine gro\u00dfen<br>Schritte, doch immerhin stetigen Fortschritt darstellen. Was sich der B\u00fcrgermeister w\u00fcnscht, ist die grundhafte Sanierung der Stra\u00dfe von Wei\u00dfbach bis zum Abzweig T\u00e4lerstra\u00dfe. \u201eDie meisten unserer Einwohner nutzen diese Stra\u00dfe nahezu t\u00e4glich, da muss langsam etwas geschehen\u201c, sagt er. <br>Er   selbst ist seit einigen Jahren als Organist in vielen Kirchspielen   aktiv, hat als selbstst\u00e4ndiger Musiker inzwischen auch 25 Jahre   Berufserfahrung.<\/p>\n\n\n\n<p>Der  Magdalenenhof in Bremsnitz wird zu Recht als  Sehensw\u00fcrdigkeit im Ort  gelistet. Seit Regina Nothnagel mit ihrem Mann  1989 nach Bremsnitz zog,  \u00e4nderte sich einiges in dem Anwesen. \u201eWir haben  festgestellt, dass  gleiche Materialien f\u00fcr das Geh\u00f6ft wie f\u00fcr die Kirche verwendet wurden, weshalb wir davon ausgehen, dass nicht nur die Kirche, sondern auch der Bauernhof um 1787 herum erbaut wurde. <br>Zun\u00e4chst, als wir den Umbau begannen, wurden wir vielfach bel\u00e4chelt, jetzt ind  an vielen Bremsnitzer Fassaden Sandstein und Fachwerk wieder frei  gelegt.                                          <br>Es  waren zun\u00e4chst vier  Jahre mit viel Arbeit, doch die haben sich  gelohnt\u201c, sagt Regina  Nothnagel und zeigt stolz eine ganze Mappe mit  Fotos vom Umbau. \u201eEs war  nicht einfach, aber es hat Spa\u00df gemacht\u201c, l\u00e4sst  sie durchblicken. Mit  viel Eigenleistung wurden die alten Balken nicht  nur frei gelegt,  sondern auch von \u00d6lfarbe, Kit und anderen Dingen  befreit, vieles  liebevoll wieder hergerichtet und auch<br>einiges  neu erschaffen.&nbsp;                                          <br>So  brachte  Tochter und Malermeisterin Susan im \u201eKinderzimmer\u201c der  Ferienwohnung  ein Wandgem\u00e4lde an, welches als Meisterwerk bezeichnet  werden kann. \u201eAm  11. September 1999, zum Denkmaltag, er\u00f6ffneten wir zwei   Ferienwohnungen, vor drei Jahren zogen wir vom j\u00fcngeren Anwesen in das   heutige Haupthaus um\u201c, berichtet Regina Nothnagel.                                          <br>Ein  kleines Museum, mit handwerklichen  Anschauungsst\u00fccken aus Tischlerei  und Landwirtschaft ist in der Scheune  des Magdalenenhofes eingerichtet.  Da finden sich diverse Hobel, eine  alte W\u00e4scherolle und immer wieder  Butterf\u00e4sser. Von Werkzeugen zur  Bearbeitung von Flachs sowie Feld ganz  abgesehen, nahezu alles sind  Fundst\u00fccke dieses Bauernhofes. Es gibt  keine regelm\u00e4\u00dfigen  \u00d6ffnungszeiten, doch sofern jemand im Haus ist, gibt  es nat\u00fcrlich auch  eine F\u00fchrung durch die Fundgrube alter Handwerkszeuge.                                            <br>Der   Magdalenenhof hei\u00dft \u00fcbrigens deshalb so, weil wir dieses Haus von   meiner Gro\u00dfcousine geschenkt bekamen \u2013 und sie hie\u00df Magdalene. <br>Im   j\u00fcngeren Anwesen fanden die heutigen Eigent\u00fcmer W\u00e4rmed\u00e4mmung mit   Wei\u00dftannennadeln, eine heute nahezu unbekannte Form der D\u00e4mmung. Wir   haben hier inzwischen einige Stammg\u00e4ste, die das Ambiente einfach   lieben. Doch als sehr ung\u00fcnstig erweist sich die Tatsache, dass die   Gastronomie in der Umgebung immer weiter zur\u00fcck geht. Eine Gastst\u00e4tte   nach der anderen schlie\u00dft.<br>V.H. (Januar 2018) <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ort Bremsnitz geh\u00f6rt zu den D\u00f6rfern, die sich in den sogenannten Seitent\u00e4lern befinden, zu denen man gelangt, wenn man an der T\u00e4lerlinde zwischen Erdmannsdorf und Lippersdorf in Richtung Wei\u00dfbach abbiegt. So wie wir am Ortseingang von Wei\u00dfbach in Richtung Westen &nbsp;nach Rattelsdorf gelangen, so finden wir am Ortsausgang von Wei\u00dfbach einen Abzweig nach Westen, der uns nach Bremsnitz f\u00fchrt.Die Gemeinde liegt in einem von bewaldeten H\u00fcgeln umschlossenem Tal, welches sich von S\u00fcdwesten nach Nordosten ausdehnt. 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